GroßbritannienLogistische Höchstleistung: Eine Million Besucher zum Queen-Begräbnis erwartet

Die Beerdigung von Königin Elizabeth II. zieht massenweise Menschen in die britische Hauptstadt.
Die Beerdigung von Königin Elizabeth II. zieht massenweise Menschen in die britische Hauptstadt.

Christian Charisius/dpa

dpadpa | 18.09.2022, 10:15 Uhr

Seit Tagen bereits strömen Menschen nach London, um der Queen die letzte Ehre zu erweisen. Für die verantwortlichen Behörden erfordert die Beerdigung am Montag eine logistische Höchstleistung.

Die britische Hauptstadt rüstet sich für eine logistische Höchstleistung: Zum Staatsbegräbnis von Queen Elizabeth II. erwartet die Behörde Transport for London (TfL) am Montag rund eine Million Besucher.

Ihr Chef Andy Byford sagte der Nachrichtenagentur PA: „Wir sind auf einen der verkehrsreichsten Tage vorbereitet, die Transport for London je erlebt hat. Es ist schwer, genau zu sagen, wie viele Menschen zusätzlich reisen werden, aber wir stellen uns auf potenziell eine Million Menschen ein.“

Staatsbegräbnis beginnt um 12 Uhr

Mitarbeiter aus allen Bereichen der Organisation arbeiteten daran, dass Besucher in der Stadt herumkommen könnten. Das Staatsbegräbnis beginnt am Montag um 12.00 Uhr (MESZ) in der Westminster Abbey.

„Es ist klar, dass Königin Elisabeths Tod nun Debatten auslösen wird In Australien, in Kanada und in einigen der karibischen Länder wird diskutiert werden, ob Charles Staatsoberhaupt bleiben sollte, oder ob sie ihr eigenes haben wollen.“
(Royal-Biograf Andrew Morton)

Der Vorsitzende des Schienennetzbetreibers Network Rail, Peter Hendy, warnte vor „extrem stark frequentierten“ Zügen. „Dies ist die größte Einsatz im öffentlichen Verkehr seit den Olympischen und Paralympischen Spielen in London 2012.“ Man arbeite eng mit allen Zugbetreibern zusammen.

Am Montag werden den Angaben zufolge rund 250 zusätzliche Zugverbindungen verkehren – darunter auch einige Nachtzüge. Zudem werden geplante Autobahnsperrungen in ganz England ausgesetzt, um die Gefahr einer Überlastung des Verkehrsnetzes am Montagnachmittag zu minimieren, wenn Besucher die Hauptstadt wieder verlassen.