Freitag, 29. Juni 2012 09:20 Uhr

Madonna mit reichlich Verspätung und einer Show der Extraklasse in Berlin

Madonna gab sich am Donnerstagabend in der O2 World in Berlin die Ehre und damit ihr erstes von drei Deutschland-Konzerten. Am Mittwochabend war die Sängerin in Berlin mit einer Privatmaschine aus London angereist und bezog samt Familie und mit jeder Menge Hausrat für ganze 10 Tage im Soho-House in Berlin Mitte Quartier. Während ihre Tochter am Donnerstag die Hauptstadt erkundete, war von Madonna selbst den ganzen Tag über nichts zu sehen. Die Paparazzi warteten bisher vergebens…

Nicht vergebens, aber eine halbe Ewigkeit, mussten am Donnerstagabend auch die Fans der Sängerin ausharren. Nachdem der französische Star-DJ Martin Solveig den 13.100 Fans in der O2-World mit einem ordentlichen Set, gespickt mit diversen Madonna-Mixen, die Fans schon mal musikalisch auf die Queen Of Pop eingestimmt hatte, kam sehr lange – nichts.

Erst um 22.17 Uhr – mit ordentlich Verspätung – begann die Show, für die es sich allerdings mehr als gelohnt hat geduldig auszuharren. Die Queen Op Pop war in Bestform und lieferte – wie nicht anders zu erwarten – eine spektakuläre und bis ins kleinste Detail durchgestylte Show der Extraklasse. Wie immer mit einer ordentlichen Portion SM, Akrobatik und Action.

16 Tänzerinnen und Tänzer – unter ihnen laut Setlist auch Tochter Lola (15), Sohn Rocco (11) und ihr mutmaßlicher Lover Brahim – unterstützten Madonna choreografisch.

Besonders beeindruckend – und dabei anfänglich ganz unscheinbar: Die Bühne. Riesig. Mit viel Raum für Madonna und ihre Bühnencrew aber ganz ohne aufwändigen Schnickschnack. Dafür mit jeder Menge Licht und Hightech. 36 einzeln versenkbare Lichtsäulen, Video-, Farb- und Lichtprojektionen und eine gigantische Leinwand machten das Konzert zu einem unvergleichlichen optischen Erlebnis.

Für Fans von gut gemachter Live-Musik eine Zumutung dürfte der Sound gewesen sein. Auch ist hinlänglich bekannt, dass die Queen Of Pop nicht die beste Sängerin ist. Und ja: Sie hat tatsächlich live gesungen! Was bei Madonna zählt ist eben das Gesamtkonzept. Und das stimmt. Seit über 30 Jahren. Nicht umsonst ist sie die kommerziell erfolgreichste Sängerin aller Zeiten.

Deswegen ist es auch eigentlich auch völlig egal, ob das aktuelle Album der Sängerin nun jenseits der Top 100 dümpelt und ein Flop ist oder auch nicht. Madonna hat Popgeschichte geschrieben. Und sie ist noch immer einzigartig und erfolgreich. Aus gutem Grund.

Selbstverständlich bekommen die Fans auf der aktuellen Tour der Sängerin – neben Stücken aus ihrem neuen Album „MDNA“ – alle Hits der Pop-Ikone aus den letzten drei Jahrzehnten zu hören. Einige, wie „Like A Virgin“ oder „Hung Up“, werden von Madonna zwar live ganz neu und außergewöhnlich interpretiert, bleiben aber nach wie vor einzigartig.

Auf einen Busenblitzer oder ähnliche Skandale warteten die Fans in Berlin übrigens vergebens. Ja, Madonna hat sich auch hier ausgezogen – aber die Unterwäsche blieb an und verhüllte das, was sie verhüllen soll. Wenn Madonna (53) heute provoziert, haben ihre Aktionen meist einen politischen Hintergrund. Etwa auf die Rechte von Frauen oder von Homosexuellen aufmerksam zu machen.

Fazit: Wer Madonna in Berlin oder in Köln noch live erleben darf, kann sich auf jeden Fall auf ein Ereignis der Extraklasse freuen.

Fotos: AEDT/Wenn.com

OK

Hinweis: Durch Nutzung von klatsch-tratsch.de stimmen Sie der Verwendung von Cookies für Analysezwecke, personalisierte Inhalte und Werbung zu. Mehr erfahren