Madonna startet illegale Aktionen gegen Waffengewalt

Madonna startet illegale Aktionen gegen Waffengewalt
Madonna startet illegale Aktionen gegen Waffengewalt

IMAGO / APress

18.04.2021 21:40 Uhr

Madonna macht sich stark gegen rassistische Polizeigewalt und für strengere Waffengesetze. Dabei greift zu nicht ganz legalen Mitteln.

Die Musik-Ikone war schon immer eine sehr politische Künstlerin. Vor allem im Kampf für die sexuelle Befreiung von Frauen war die Sängerin stets eine einflussreiche Aktivistin.

Jetzt hat Madonna ein weiteres Thema für sich auserkoren. Sie macht sich auf Instagram stark gegen Waffen- und Polizeigewalt in den USA.

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Politisches Statement gegen Polizeigewalt

Die Künstlerin postete diese Woche ein langes Statement auf ihrem Instagram-Account. Darin hieß es: „Adam Toledo war 13 Jahre alt, Daunte Wright war 20! Die Polizisten, die sie getötet haben, werden nur wegen Totschlags angeklagt. Das ist Irrsinn. Schrecklich. Und doch ist es in unserer Gesellschaft normal geworden. Ja – Menschen töten Menschen, nicht Waffen.

Aber die große Mehrheit der Menschen ist nicht aufgeklärt und Waffen sind zu leicht zu besitzen. Wenn sie verboten wären, hätte niemand das Bedürfnis, eine Waffe zu besitzen, um sich vor denen zu schützen, die Waffen haben.

Was die Polizei betrifft, die unschuldige Kinder tötet. Sie erschießen und ersticken und brutalisieren unschuldige Menschen. Sie sollten sofort für den Rest ihres Lebens in den Knast wandern. Kein Prozess, kein korruptes Justizsystem.“

Nacht- und Nebelaktion

Um ihren Worten Nachdruck zu geben, startete Madonna eine nächtliche Aktion. Sie plakatierte kurzerhand die Wände ihrer Stadt mit Postern, auf welchen sie mehr Waffenschutz in den USA forderte. Rein nach Gesetz handelt es sich beim unerlaubten Plakatieren um eine Straftat.

In der Caption zu den Fotos und Videos von ihrer Nacht- und Nebelaktion schrieb die Ikone: „Es gibt eine neue Impfung! Sie heißt Waffenkontrolle! Sie sollte Pflicht sein. Es wird Leben retten! Schließt euch uns nächste Woche an.“

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Social Media-Aktivismus

Mit ihrem Statement nutzte Madonna endlich ihre breite Plattform, um die Belange der Black Lives Matters-Bewegung zu unterstützen. Genau das hatte sie bisher nur auf recht ungeschickte Art und Weise getan.

Im Mai 2020 hatte die Musikerin nach dem Tod von George Floyd lediglich ein Video von ihrem Sohn David Banda online gestellt, in dem er zu dem Michael Jackson-Klassiker „They don´t care about us“ tanzt. Dazu schrieb sie:

„Ein brutaler Mord erschüttert die Welt. Mein Sohn David tanzt, um George und seiner Familie zu gedenken und um an all den Rassismus und die Diskriminierung zu erinnern, die in den USA tagtäglich stattfinden.“

Viele kritisierten ihr „Engagement“ als unzureichend. In den Tweets hieß es zum Beispiel: „Ein wenig unsensible für eine Person mit einer solchen Reichweite. Du solltest mehr tun. Deinen schwarzen Adoptivsohn beim Tanzen zu zeigen, wird keinen Wandel herbeiführen.“ oder „Die Intension war gut, aber völlig weltfremd. Man kann den Rassismus von brutalen Polizisten nicht einfach wegtanzen. Aber danke für den Versuch.“

Madonna als Kind der Revolution

Madonna nahm sich Kritik offensichtlich zu Herzen. Und mit ihren aktuellen Postings machte sie auch eine echte Ansage. Wir sind gespannt, was da noch auf uns wartet.

Denn die furchtlose Künstlerin versteht es seit jeher, sich hervorragend zu inszenieren. Und die Rolle der Revolutionärin wäre der 64-Jährigen wie auf den Leib geschneidert!

Quelle: giphy.com