Dienstag, 17. März 2009 12:38 Uhr

Madonna will wieder adoptieren

Popstar Madonna plant ein weiteres Kind aus Malawi zu adoptieren – allerdings nur, wenn sie die zuständige Regierung dabei gefälligst unterstützt. Die 50-jährige Musikikone verrät in einem Interview, dass die Idee nicht alleine auf ihren Mist gewachsen ist: „Viele Leute – vor allem meine Freunde aus Malawi – haben mir gesagt, dass David einen Bruder oder eine Schwester aus Malawi braucht. Ich ziehe es in Erwägung.“ Madonna lässt die Argumente durch den Kopf gehen, scheint allerdings vor dem bürokratisch schwierigen Prozess einer Auslandsadoption zurückzuschrecken. Sie betont deswegen: „Ich tue es nur, wenn die Malawische Bevölkerung und die Regierung mich unterstützen.“

Nachdem die Adoption des kleinen David 2006 kritisch in der weltweiten Presse beleuchtet wurde, verschärfte das Afrikanische Land seine Adoptionsgesetze. Der Zeitung ‚Malawi Nation‘ erklärt die Sängerin: „Davids Adoption war der Auslöser für Adoptionsgesetze in Malawi. Ich bin sozusagen die Vorlage oder das Vorbild für zukünftige Adoptionen.“ Wie die Wehen, die sie bei ihren leiblichen Kindern Lourdes (12) und Rocco (8) durchstehen musste, war auch die „Empfängnis“ von David schmerzhaft. Madonna verdeutlicht: „Ich hatte meine eigene Art von Geburtsschmerzen, weil ich mit der Presse vor meiner Haustüre klar kommen musste, die mich der Kindesentführung schuldig sprechen wollte.“

Letztes Jahr bestätigte die Regierung aus Malawi die Adoption des kleinen David. Kritiker beschuldigen die Behörden, die herrschenden Gesetze ignoriert zu haben, die besagen, dass kein Ausländer ein Malawisches Kind zu sich nach Hause holen darf.

Im Gegensatz zu ihrer Adoption vor drei Jahren kann Madonna heute allerdings nicht mit einer funktionierenden Ehe aufwarten: Die Künstlerin ist inzwischen von Filmemacher Guy Ritchie geschieden, er lebt in London, sie in New York. Zum Wohle ihrer Kinder haben die beiden Exgeliebten allerdings Frieden miteinander geschlossen, unterstreicht Madonna. „Ich glaube an Familie“, sagt sie in einem Interview und ergänzt: „Also, die Dinge zwischen uns sind freundlich. Wir sind beide der Meinung, dass unsere Kinder immer eine tiefe Beziehung zu beiden Elternteilen haben sollten. Es ist unsere Verantwortung, ihnen diese Basis zu geben.“

Wegen ihrer Scheidung im letzten Jahr ließ Madonna die Adoptionspläne für ein dreijähriges Mädchen aus Malawi, Mercy James, fallen. Penston Kilembe, Vorstand des Kinderwerkes in Malawi, erklärt dazu: „Ein grundlegender Zustand, den wir vor einer Adoption prüfen, ist die Zusammengehörigkeit einer Familie. Wir können keine Kinder in zerrüttete Familien schicken, weil eine Scheidung durchaus das Ergebnis des Verhaltens während des Adoptionsprozesses sein kann.“ (BangMedia)

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