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Samstag, 11. Mai 2019 21:46 Uhr

Mahmood derzeit der Top-Favorit des ESC 2019

Foto: Andres Putting

Mahmood (26) vertritt beim diesjährigen ESC in Tel Aviv sein Heimatland Italien. Mit dem Song „Soldi” wird der junge Mann mit ägyptischen Wurzeln an den Start gehen. Glaubt man dem Voting der Fanclub-Vereinigung OGAE Poll, wird Mahmood als Sieger aus dem Wettbewerb hervorgehen. Auch die Wettbüros melden, dass der italienische Kandidat bisher auf Platz 1 gesehen wird.

Mahmood derzeit der Top-Favorit des ESC 2019

Foto: Thomas Hanses

In seinem Song „Soldi” (übersetzt „Geld”) singt Alessandro Mahmoud, wie er bürgerlich heißt, über die schwierige Beziehung zu seinem Vater. 1992 kommt er in Mailand zur Welt, seine Mutter stammt aus Sardinien, sein Vater aus Ägypten.

Aufgewachsen ist der heute 26-jährige in der mailändischen Vorstadt Gratosoglio, wo er in Kindheitstagen die Trennung seiner Eltern miterlebt.

Musik wird sein Ventil

Unter dem fehlenden Kontakt zu seinem Vater litt der Junge sehr. Mit gerade einmal 12 Jahren bekommt er erstmals Gesangs-, Gitarren- und Klavierunterricht. Die Leidenschaft hatte ihn gepackt, so dass er nach dem Abitur am „Professional Music Center” in Mailand studiert. 2012 tritt er bei der Castingshow „X Faktor” an, leider ohne Erfolg. Beim „Sanremo-Festival”, dem ältesten Popmusikwettbewerb Europas, tritt er vier Jahre später dann erstmals mit seinem Song „Dimentica” (übersetzt etwa „vergisst”) als Sänger auf und erkämpft sich den vierten Platz. Ab da geht es auf der Karriereleiter weiter nach oben.

2018 ist er für den italienischen Sommerhit „Nero Bali” (übersetzt: „schwarzes Bali”) verantwortlich, sein bisher größter Erfolg. Im Februar 2019 nimmt der offen schwule Sänger am „69. Sanremo-Festival” teil, welches er durch die Stimmen der Jury gewinnt.

Kurz darauf folgt die Veröffentlichung seines ersten Albums „Gioventù bruciata”, was auf deutsch etwa „verbrannte Jugend” bedeutet und sofort auf Platz 1 der italienischen Album-Charts klettert.

Mahmood derzeit der Top-Favorit des ESC 2019

Mahmood in Tel Aviv bei den Proben. Foto: Andres Putting

So kam er zum ESC

Mahmoods Elektro-Pop-Song „Soldi”, der in Zusammenarbeit mit Komponist Dardust (43) und dem Produzenten Charlie Charles (25) entstand, erzählt von einem jungen Mann, der erkennen muss, dass sein Vater nur Geld von ihm will, aber sonst kein Interesse an ihm hat. Der Song wird auf italienisch gesungen, beinhaltet aber auch eine arabische Textzeile.

Mahmood derzeit der Top-Favorit des ESC 2019

Foto: Andres Putting

Mahmood soll in dem Stück seine eigene Geschichte verarbeitet haben. ESC-Experten sind jetzt schon überzeugt von Mahmood als Künstler und seinem Song.

Wie es am Ende ausgehen wird, zeigt sich spätestens im ESC-Finale am 18. Mai 2019 ab 21 Uhr in der ARD.

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