Mann funkt Flugzeugpiloten an gibt Anweisungen

Ein Flugzeug im Landeanflug auf den Flughafen Schönefeld nahe Berlin.
Ein Flugzeug im Landeanflug auf den Flughafen Schönefeld nahe Berlin.

Bernd Settnik/dpa-Zentralbild/dpa

29.01.2021 14:41 Uhr

Ein Mann aus Berlin steht im Verdacht, in den vergangenen sechs Monaten mehrfach unerlaubt Funkkontakt zu Flugzeugen und Hubschraubern in der Nähe der Hauptstadt aufgenommen zu haben.

Ein Mann aus Berlin soll über Funk realitätsnahe Anweisungen an Piloten von Flugzeugen und Hubschraubern gegeben und so den Luftverkehr gefährdet haben.

Die Fluganweisungen sollen im vergangenen halben Jahr „immer professioneller“ gewirkt haben, teilte die Polizei mit. Sie hätten so „gefährliche Flugmanöver“ auslösen können. Die Polizei fasste den 32-jährigen Mann in der Nacht zu Freitag in Berlin-Köpenick auf frischer Tat und nahm ihn fest. Die Entfernung von dort zum Berliner Flughafen beträgt etwas mehr als zehn Kilometer.

Der Mann soll mehrfach über Funk Kontakt zu Passagier- und Transportflugzeugen sowie dem gemeinsamen Hubschrauber der Bundespolizei und der Berliner Polizei aufgenommen haben. Zur Aufklärung der Taten setzte die Bundespolizei Spezialisten vom Flugdienst und der technischen Aufklärung ein, die Bundesnetzagentur unterstützte dabei.

Bei dem Mann wurden zwei Funkgeräte, die die entsprechenden Frequenzen aufwiesen, gefunden. Die Geräte wurden als Beweise beschlagnahmt. Die Polizei twitterte die Mitteilung mit dem Hinweis: „Für alle, die uns in letzter Zeit nach Einsätzen unseres Polizeihubschraubers in Köpenick fragten. Eine nicht alltägliche Festnahme.“ Ermittelt wird wegen des dringenden Verdachts des mehrfachen Gefährlichen Eingriffs in den Bahn-, Schiffs- und Luftverkehr.

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