Samstag, 16. Dezember 2017 21:10 Uhr

Margot Robbie als Eishexe Tonya Harding: Die ersten Bilder!

Mit viel schwarzem Humor erzählt ‚I Tonya‘ die unglaubliche, aber wahre Geschichte der Eiskunstläuferin Tonya Harding, um die sich einer der größten und verrücktesten Skandale der Sportgeschichte spannt.

Margot Robbie als Eishexe Tonya Harding: Die ersten Bilder!

Tonya (Margot Robbie) landet als erste Amerikanerin den Dreifachaxel Foto: DCM

Sie war damals die berühmteste Person der Welt – nach Bill Clinton. Als erste Amerikanerin vollzog Tonya Harding innerhalb eines Wettbewerbs 1991 gleich zwei sogenannten Dreifach-Axel – einer der anspruchsvollsten Sprünge im Eiskunstlauf. Ihr Name wird jedoch für alle Zeiten mit einem hinterhältigen, aber grottenschlecht geplanten und stümperhaft durchgeführten Attentat auf ihre Konkurrentin Nancy Kerrigan in Verbindung bleiben.

Das hatte ihre Erzrivalin trainingsunfähig machen und Tonya den Sieg in den amerikanischen Meisterschaften sichern sollte! Doch es kam anders…

Hollywoodstar Margot Robbie (The Wolf Of Wall Street) glänzt in der Tragikomödie mit einer herausragenden Darbietung der hitzköpfigen Tonya Harding, ein schnauzbärtiger Sebastian Stan (Logan Lucky) als deren impulsiver Ex-Mann Jeff Gillooly und eine brillante Allison Janney (Juno) als Tonyas spitzzüngige Mutter LaVona Golden. Regie führte Craig Gillespie (Lars und die Frauen).

Der Film wirft einen absurden, respektlosen und bissigen Blick auf das Leben und die Karriere von Tonya Harding in all ihrer hemmungslosen – und facettenreichen – Pracht. Nominiert ist das Drama für drei Golden Globes, darunter „Bester Film (Comedy)“, „Beste Hauptdarstellerin“. Deutscher Kinostart ist am 1. März 2018. Wir haben die ersten Bilder!

Margot Robbie als Eishexe Tonya Harding: Die ersten Bilder!

Foto: DCM

Der erste große Medienskandal

„Als sie 1991 den ersten Preis gewonnen hat, dachten sich alle nur: ‚Oh Gott, DAS ist unser Champion?“, so John Powers, damals Sportreporter beim Boston Globe; „Es steht völlig außer Frage, dass Tonya Harding absolut nicht dem Image entsprach, das im Eiskunstlauf gewollt war.“

Hardings Konkurrentin Nancy Kerrigan dagegen galt als Vorzeige-Athletin einer Sportart, die ihre Sportlerinnen gerne als „Prinzessinnen auf dem Eis“ inszeniert und bei der nicht nur die sportliche Leistung, sondern auch Vorstellungen von Weiblichkeit und Klasse eine entscheidende Rolle spielen. Dagegen brachten Tonya Hardings aggressiv anmutende Auftritte in selbstgenähten Kostümen zu Heavy Metal den Spitznamen „Eishexe“ ein.

Margot Robbie als Eishexe Tonya Harding: Die ersten Bilder!

Tonyas Mutter LaVona Golden (Alisson Janney). Foto: DCM

„Tonyas Story war der erste große Medienskandal in der Ära der Nonstop-Berichterstattung, noch bevor der Prozess um O.J. Simpson die Medienlandschaft für immer verändert hat”, sagt Robbie. „Die Geschichte wurde von den Medien ausgeschlachtet, die Nancy und Tonya als erbitterte Rivalen inszenierten, obwohl sie in Wahrheit beide einfach große Sporttalente waren.“ Die Öffentlichkeit war in zwei Lager gespalten – entweder man hasste Tonya oder liebte sie.

Von Paparazzi rund um die Uhr verfolgt

Vom Bekanntwerden der Attacke bis hin nach den Olympischen Spielen in Lillehammer wurden Tonya Harding und ihr Umfeld beinahe rund um die Uhr von Kameras verfolgt. Und die TV-Sender räumten gerne den Platz ein, denn die Geschichte um Harding und Kerrigan spielte sich über Wochen ab wie ein Fernsehfilm, der täglich weitergeht.

Margot Robbie als Eishexe Tonya Harding: Die ersten Bilder!

Foto: DCM

Der Skandal polarisierte und entwickelte sich zu einem Quotenhit und einem Vorbringer des Reality-TVs, das auf Freund/Feind-Muster und stereotype Charakterisierungen setzt. Chonnie Chung, die beim US-Sender CBS damals als Reporterin berichtete, erzählte in der Doku „The Price Of Gold“ „CBS wusste: Je mehr wir darüber berichten, desto besser würden die Quoten während den Olympischen Spielen werden.“ Der Auftritt der beiden bei den Olympischen Spielen 1994 ist bis heute eines der Sportereignisse mit den höchsten Einschaltquoten.

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