09.11.2020 15:19 Uhr

Mark Forster: „Es gibt eine Menge Leute, denen geht jetzt die Puste aus“

Popsänger Mark Forster fordert, dass der Kulturbranche endlich mit ausreichenden Rettungsgeldern durch die Coronakrise geholfen wird. „Wenn ich jetzt gerade keine Konzerte spielen kann, dann ist das für mich nicht so schlimm“.

imago images / Stefan Schmidbauer

Das sagte Forster im Interview mit dem Radiosender MDR JUMP. Er fügte hinzu: „Aber es gibt eine Menge Leute, denen geht gerade die Puste aus, finanziell.“

Für ihn liege der Ursprung dieses Problems aber schon sehr lange zurück. „Das Grundproblem ist die Wertschätzung dieser Branche“, so der 37-Jährige. „Es gibt ja andere Länder, da bekommt man anderen Respekt, wenn man Musiker ist oder in der Musikbranche unterwegs ist, als bei uns.“

„Es ist nicht einfach nur Unterhaltungsquatsch“

Schon als Kind habe Mark Forster das feststellen müssen: „Als ich in meiner Jugend geäußert habe, ich würde gerne Musiker werden, dann war das nicht so eine richtige Option. Dieses Gefühl ist halt immer noch ein bisschen da und das ist sehr falsch.“

Forster betonte außerdem die gesellschaftliche Relevanz von Kunst und Kultur: „Es ist nicht einfach nur Unterhaltungsquatsch. Es geht auch ums Theater und kleine Bühnen. Es geht auch um Künstler, die sich kritisch auseinandersetzen mit der Welt, in der wir leben, was dann zu Denkanstößen führt, wieder bei anderen Leuten. Das ist auch wie ein positiver Virus: Kunst! Und wenn wir den ausrotten, dann hat das ganz schlimme Folgen. Das wollen wir nicht auf dem Gewissen haben.“