30.09.2020 13:40 Uhr

Matt Edwards ist der neue „Pan Tau“ – dem Bananen-Stunt sei Dank!

Zum Glück lief das mit der Banane nicht so gut! Was der britische Schauspieler Matt Edwards beim Casting für "Pan Tau" alles zeigen musste.

ARD/Caligari/Film2020

Pan Tau, der schweigsame und meist unsichtbare Magier der gleichnamigen 1970er Jahre Kinderserie, kehrt zurück. In der Neuverfilmung „Pan Tau“ übernimmt der britische Stand-up-Comedian und Zauberer Matt Edwards (37) die Titelrolle. Die 14 neuen Episoden werden ab 4. Oktober in Doppelfolgen immer sonntags um 10:10 Uhr im Ersten gezeigt.

Pan Tau ist kein gewöhnliches Schulmaskottchen. Seine außerirdischen Zauberkräfte setzt er immer dann ein, wenn ein Kind der Westpark-Schule Hilfe braucht. Und die Probleme der Jugendlichen sind vielfältig: Eine Mitschülerin schnappt dir die Rolle im Musical weg? Fiese Influencer wollen den Ruf deines Vaters ruinieren? Deine heimliche Liebe scheint unerreichbar? Egal, wo der Turnschuh drückt, der freundliche Pan Tau ist zur Stelle.

Im Interview mit der Nachrichtenagentur spot on news erzählt der britische Schauspieler Matt Edwards, was er beim Casting für die Kultrolle, die er damals nicht einmal kannte, alles zeigen musste. Edwards verrät aber auch Erstaunliches über seinen Serienkollegen, den deutschen Schauspieler Helmfried von Lüttichau (63) – den die meisten wohl als Polizist Staller in der erfolgreichen Krimireihe „Hubert und Staller“ (2011-2018) kennen.

Was wussten Sie über Pan Tau, als Sie zum Casting eingeladen worden sind?

Matt Edwards: Ehrlich gesagt wusste ich rein gar nichts über ihn. Die Originalserie ist in Großbritannien nie gelaufen, was sehr schade ist, weil er auch dort ein großer Star gewesen wäre. Als ich den Job bekommen habe, habe ich mir als erstes sofort alle Folgen angesehen. Und es hat mir wirklich sehr gut gefallen. Die Serie ist etwas Besonderes, ich kenne nichts Vergleichbares.

Wie war das Casting in Köln? Was mussten Sie dort machen?

Edwards: Das Casting war ziemlich lustig. Ich musste lauter eigenartige Dinge machen und auch einige Stunts. Sie wollten vor allem wissen, wie ich in gewissen Situationen reagiere. Unter anderem sollte ich an einer Matratze vorbeigehen und mir vorstellen, dass am Boden eine Banane liegt, auf der ich ausrutsche. Dann sollte ich auf die Matratze fallen… Das habe ich gemacht, allerdings habe ich die Matratze komplett verfehlt und bin daneben gelandet. Es ging total schief, aber sie fanden es lustig. Sie mochten, wie ich mit der Situation umgegangen bin. Und was soll ich sagen, ich habe den Job bekommen – und jetzt bin ich Pan Tau (lacht).

Inzwischen ist die neue Serie fertig und sie könnte vor allem auch „Harry Potter“-Fans gefallen, oder?

Edwards: Ja, das sehe ich auch so. Sie dürfte allen gefallen, die Fantasy, Spaß und Comedy mögen. Und wenn du ein „Harry Potter“-Fan bist, ist diese Serie eigentlich erst recht ein Muss.

Was macht die neue Serie so besonders?

Edwards: Es ist keine Serie für Kinder und keine für Erwachsene. Ich finde, dass es eine Serie für die ganze Familie geworden ist. Als ich ein Kind war, war es normal, dass die ganze Familie sich zusammen etwas angesehen hat, heute ist das nicht mehr so. „Pan Tau“ könnte einfach mal wieder alle zusammenbringen.

Was sind die großen Gemeinsamkeiten und Unterschiede zwischen Ihrem Pan Tau und dem Original?

Edwards: Der Unterschied zur Originalserie ist, dass Pan Tau deutlich jünger ist und wir zeitgemäße Geschichten erzählen. Die Kinder haben heute nicht mehr die gleichen Probleme wie in den 1970er Jahren. Dennoch denke ich, dass die Fans des Originals viel wiedererkennen werden.

In beiden Serien gleich ist, dass Pan Tau nicht spricht. Wie ist das für einen Schauspieler?

Edwards: Das war wirklich sehr schwer für mich. Ich mache normalerweise viel Comedy und Slapstick. Mich in diese elegante, sanfte und bedachte Figur zu verwandeln, war nicht einfach. Diese Herausforderung zu meistern, war aber ein echtes Erlebnis, und ein bisschen hat es auch mein Leben verändert. Ich habe viel über mich selbst und wie ich die Welt sehe gelernt. Pan Tau ist wirklich eine ganz besondere Person.

Was haben Sie von Pan Tau gelernt?

Edwards: Ich habe gelernt, im Hier und Jetzt zu leben. Es gibt doch immer diese Stimme in deinem Kopf, die dich antreibt und korrigiert. Manchmal habe ich über die Vergangenheit nachgedacht und bin traurig geworden: Oh, warum hast du das nur gemacht? Dann habe ich über die Zukunft nachgedacht und mir Sorgen gemacht. Pan Tau hat mir beigebracht, einfach im Jetzt zu leben. Die Erde ist so ein schöner Ort, auf dem so wundervolle Dinge passieren. Wir sind alle Menschen und haben Probleme, aber es gibt kein schöneres Gefühl, als anderen zu helfen.

„Pan Tau“ ist mit internationalem Cast gedreht worden. Wie haben Sie denn die deutschen Kollegen am Set erlebt, zum Beispiel Helmfried von Lüttichau?

Edwards: Helmfried von Lüttichau ist großartig. Ich liebe diesen Typ. Er ist so ein freundlicher Mann, aber wehe er ist in sein Kostüm geschlüpft. Zum Fürchten war er dann. Was für ein unfassbar guter Schauspieler. Er spielt einen Zauberer, mit dem ich als Magier Pan Tau kämpfen muss – für mich als Berufsmagier und „Harry Potter“-Fan natürlich ein wahrgewordener Traum. Überraschend war auch Helmfrieds englischer Akzent. Ich habe seine Szenen meiner Familie gezeigt und alle waren sich sicher, dass er Brite ist.

Haben Sie sich ein Souvenir von den Dreharbeiten mitgenommen?

Edwards: Ich bin nicht ganz sicher, ob ich das sagen darf… Ach was, ich erzähle es: Ich habe einen Miniatur-Pan-Tau mitgenommen, einen Hut und eine Filmklappe – ich wollte einfach einen Pan-Tau-Schrein zuhause haben.

Können Sie sich vorstellen, dass die Serie fortgesetzt wird?

Edwards: Absolut. Wir haben 14 Folgen gedreht – und noch nicht mal damit angefangen, alles zu erzählen, was wir erzählen wollen.

(ili/spot)

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