24.10.2020 20:40 Uhr

Matthew McConaughey wurde als Teenager sexuell missbraucht

Matthew McConaughey berichtet in seiner neuen, veröffentlichten biographischen Abhandlung „Greenlights“ so emotional und offen über seine Lebenserfahrungen wie nie zuvor.

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Zu Beginn seines Buches erwähnt der 50-jährige Schauspieler auch zwei Situationen sexuellen Missbrauchs als er ein Teenager war.

Matthew McConaughey kategorisiert diese Ereignisse in seinem Leben als „grüne, gelbe und rote Lichter“. Er betrachtet sie als Momente, die ihn beschleunigten oder zum Innehalten brachten oder eben Tiefpunkte waren.

Er wurde bewusstlos geschlagen

Der erste Missbrauchs-Vorfall ereignete sich im Alter von 15 Jahren, der zweite im Alter von 18 Jahren. „Als ich 15 war, erpresste man mich das erste Mal zum Sex“, schreibt der Oscar-Preisträger in seinem Buch. Der gebürtige Texaner fügt hinzu: „Ich war mir sicher, dass ich wegen vorehelichem Sex zur Hölle fahre. Heute kann ich nur hoffen, dass das nicht der Fall ist.“

McConaughey schreibt auch über eine spätere Zeit, in der er von einem Mann offenbar vergewaltigt wurde, als er 18 Jahre alt war. Der habe ihn damals „bewusstlos geschlagen und auf die Ladefläche eines Lieferwagens geworfen“.

Der Schauspieler geht nicht weiter ins Detail über den sexuellen Missbrauch. Er sagte lediglich gegenüber dem „People“-Magazin: „Ich habe mich nie als Opfer gefühlt.“ Und: „Es gibt viele Beweise dafür, dass die Welt sich gegen mich verschworen hat, um mich glücklich zu machen“, erklärte McConaughey.

Seine Eltern führten gewalttätige Ehe

Der Hollywood-Star teilt in dem Buch aber auch bemerkenswerte und schreckliche Momente zwischen seinen Eltern: Das zweimal geschiedene und dreimal verheiratete Paar hatte wohl einmal eine Auseinandersetzung, bei der sogar Blut floss. Außerdem soll sein gewalttätiger Vater seiner Mutter während ihrer zahlreichen Auseinandersetzungen viermal den Mittelfinger gebrochen haben. Der Schauspieler hat ein Foto des kaputten Mittelfingers seiner Mutter als Beweis in seinem Buch veröffentlicht.

Sein Vater starb beim Sex

Die Wut seiner Eltern sei die Art und Weise gewesen, wie sie „kommunizierten“ und füreinander Liebe in ihrer, eigentlich giftigen, Beziehung zeigten. Das führte dazu, dass sie sich regelmäßig trennten und – und dreimal wieder heirateten. Deren Streitereien hätten aber immer damit geendet, dass sie sich liebten. Seine Mutter machte irgendwann später „längere Ferien“, die sich letztendlich als Scheidung herausstellten; sein Vater starb später beim Sex mit seiner Mutter.

Matthew McConaughey wurde als Teenager zweimal sexuell missbraucht

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Tod seines Vaters prägte ihn

McConaughey erzählt auch, wie sich der Tod seines Vaters – da war er selbst gerade Anfang 20 – ein „Rotlicht“ -Ereignis, für ihn war. Doch es habe auch grüne Lichtelemente in dem Erlebnis gegeben: Der Tod seines Vaters zwang ihn dazu, erwachsen zu werden, da der, bevor er starb, stets über dem Gesetz zu stehen schien. Doch dann war er nicht mehr , um auf Matthew Acht zu geben.

Der Oscar-Preisträger wollte keine richtigen Memoiren schreiben, erzählt er kürzlich „USA Today“, obwohl das Buch trotzdem viele Elemente dessen enthält und chronologisch erzählt wird, mit einer narrativen Hintergrundgeschichte seiner bisherigen 50 Jahre Leben.

„Ich habe beim Schreiben viel mit mir selbst gelacht, ich habe aber auch viel geweint – die meisten meiner Tränen kamen von dem Gedanken, zurück zu gehen und die Liebe zu spüren, die meine Familie hatte, die meine Eltern für einander hatten, die sie für uns hatten“.