28.08.2020 12:55 Uhr

Matthias Schweighöfer über verstörendes Fan-Erlebnis: „Das war krass!“

Schauspieler Matthias Schweighöfer blickt mit gemischten Gefühlen auf seine Anziehungskraft. "Es ist schon irre, wenn auf Kinotouren Leute auf mich zurennen, schreien, weinen, einen Anfall kriegen."

imago images / Future Image

Wie sehr seine Ausstrahlung zu wirken scheint, erfuhr er bei einer besonderen Begegnung. „Das bisher Seltsamste ist mir auch auf einer Kinotour passiert. Ich habe Autogramme gegeben, hatte ein Kaugummi im Mund.“

Matthias Schweighöfer: „Dafür bin ich zu alt.“

„Da stand ein Mädchen vor mir und hat gefragt, ob sie mein Kaugummi haben kann. Ich so: ‚Wie, den ich gerade kaue?‘ und sie so: ‚Ja.‘ Ich habe ihn ihr gegeben, und sie hat den gekaut und runtergeschluckt. Das war krass“ , sagt Schweighöfer im Titelinterview mit „DB MOBIL“.

Mit Blick auf seinen 40. Geburtstag stellt er aber einschränkend fest: „Wobei – diese Zeit ist auch langsam vorbei, dafür bin ich zu alt.“

„Das richtige Leben besteht nicht nur aus Anerkennung“

Im Interview mit dem Magazin der Deutschen Bahn erinnert sich Schweighöfer an seine wilden Zeiten. „Mein Leben war sehr schnell, und ich war damit auch erfolgreich, wurde gemessen an diesem Erfolg, bekam dafür permanent Anerkennung. Diesem Ganzen bin ich immer weiter nachgejagt. Das ist aber ein Fehler gewesen. Denn das richtige Leben besteht nicht nur aus Anerkennung. Das zu begreifen hat mir geholfen“, sagt er.

Schweighöfer nutzte die Corona-Zeit, um seine Ruhelosigkeit zu bändigen. „Früher war ich getrieben. Ich musste raus, musste losfahren, musste einen Song schreiben, musste Kumpels treffen. Jetzt mache ich das alles einfach mal nicht. Seitdem kann ich besser unmittelbar in dem Moment sein, auch wenn der nicht immer cool ist. Das war für mich der größte Schritt zum Erwachsenwerden.“

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„Und das ist sauschwer für mich“

Schweighöfers Formel zum Runterkommen in Kurzform: Japanische Weisheiten, Tagebuch schreiben, täglich zwei Stunden joggen, die erste Stunde nicht aufs Telefon schauen („Und das ist sauschwer für mich“).

Er sagt: „Ich wache auf, frage mich: Wie war die Nacht, wie geht es mir?, dann dusche ich meistens so zwei, drei Minuten richtig kalt und atme dabei bewusst ein und aus. Ich dusche schon seit einem halben Jahr nicht mehr warm.“

Matthias Schweighöfer über verstörendes Fan-Erlebnis: "Das war krass!"

Foto: imago images / Future Image

Große Pläne

Untätig war Schweighöfer hingegen in den vergangenen Monaten nicht. Im September gehen gleich zwei Projekte an den Start: Das Nazidrama „Résistance – Widerstand“ kommt am 24. September in die Kinos, sein zweites Album „Hobby“ erscheint am 4. September. Die Songs handeln von der Liebe, vom Laufen und vom Loslassen.

Das Titelshooting fand im Sport- und Erholungszentrum SEZ in Berlin-Friedrichshain statt. Ein Ort, den Matthias Schweighöfer als Kind oft mit seinem Vater besucht hat. Fotograf Emil Levy inszenierte den noch 39-Jährigen auf verschiedenen Sportgeräten.

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