Samstag, 21. Dezember 2013 19:57 Uhr

Matthias Schweighöfer: Das hier sind die Geheimnisse seiner Erfolge

Matthias Schweighöfers dritte Regiearbeit ‚Vaterfreuden‘ kommt am 6. Februar in die Kinos. Co-Star ist neben dem blonden Kinoliebling diesmal Frettchen Karsten.

Matthias Schweighöfer: Die Geheimnisse seines Erfolges

Darin geht es um Felix, der ohne Familie und Kinder glücklich ist – bis sein nerviger Bruder Henne (Friedrich Mücke) mit Frettchen Karsten bei ihm einzieht. Bei einem wilden One-Night-Stand taucht Karsten urplötzlich auf und beißt sich aus Versehen unterhalb Felix Gürtellinie fest: Fortan ist Felix unfruchtbar. Doch so endgültig hatte er sich ein Leben ohne Familie und Kinder nun auch nicht vorgestellt…

Hier verraten wir nicht nur mehr über die Entstehung des Films, sondern auch über den Job des rastlosen Tausendsassas und Workaholic Matthias Schweighöfer!

Matthias Schweighöfer: Die Geheimnisse seines Erfolges

Zum Thema des Films sagt Produzent Quirin Berg: „Die Suche nach dem idealen Zeitpunkt, um Vater zu werden, kann ja bei Männern auch mal etwas länger dauern … Was aber passiert, wenn einem diese Entscheidung einfach abgenommen wird? Nicht weil plötzlich ein Kind vor der Tür steht, sondern weil man erfährt: Die Chance ist vorbei? Wir Männer wollen unsere Gene ja weitergeben, also das ist ein harter Moment – und unser Felix im Film findet seinen sehr sehr speziellen Weg, damit umzugehen …“

Produzent, Regisseur und Hauptdarsteller Matthias Schweighöfer beschreibt die Situation der Filmhelden so: „Man muss im Leben immer kämpfen – nicht nur um die Liebe. Wenn man Kinder hat, muss man als Paar auch die gelegentliche Zweisamkeit durchsetzen. Und Felix’ Bruder Henne kämpft darum, sein Leben auf die Reihe zu bekommen. Karrierefrauen fragen sich, ob sie ihr Berufsleben verteidigen oder sich für den Traum von der traditionellen Familie entscheiden sollen – oder wie sich beides vereinbaren lässt.“

Co-Produzent Dan Maag erklärt „Matthias Schweighöfer und ich kennen den Drehbuchautor Murmel Clausen schon länger, hatten mit ihm bisher aber nicht gearbeitet. Neben seiner Film- und TV-Arbeit schrieb er den Roman ‚Frettsack‘, der 2012 erschien – die Option für die Filmrechte hatten unsere Produktionspartner Quirin Berg und Max Wiedemann erworben. Sie sprachen uns daraufhin an, weil sie erkannten, dass sich der Stoff wunderbar für einen Matthias-Schweighöfer-Film eignet. Das sahen wir auch so, und daher beschlossen wir, den Film gemeinsam zu produzieren“.

Natürlich mussten Romanautor Murmel Clausen und die übrigen Autoren die Geschichte für den Film anpassen – allein schon deshalb, weil die im Buch ausführlich dargestellte Gedankenwelt der Figuren in äußerliche Handlungselemente umgesetzt werden muss.

Matthias Schweighöfer: Die Geheimnisse seines Erfolges

Und sobald bei der Besetzung konkrete Namen ins Spiel kommen, werden die Figuren der Story in mancher Hinsicht auf die Darsteller zugeschnitten. Zum Beispiel hat der Romanheld notorisch Probleme, Frauen für sich zu interessieren, und das würde niemand vom beliebten Hauptdarsteller Matthias Schweighöfer glauben. Beim Filmheld Felix wurde das Problem also verlagert auf sein Geheimnis, auf seine Vorgeschichte, durch die wir allmählich erfahren, warum er sich an keine Frau binden will.

„Fünf Autoren im Vorspann – das hatten auch wir noch nicht“, so Produzent Maag. „Ein Grund dafür liegt darin, dass wir das Projekt nicht von Anfang an selbst entwickelt haben. Es gab also schon vorher Drehbuchfassungen, und die Geschichte wurde recht komplex durch all die Details, die wir als nötige Bestandteile ansahen. Also baten wir mehrere Autoren, die bisherigen Fassungen zu begutachten und uns Input zu geben. Aber die Autoren sind oft terminlich gebunden und hatten teils nur begrenzte Zeit für ihre Überarbeitung. Auch wenn sie nur zehn Tage für unser Skript investieren konnten, forderten wir sie auf, ihre Ideen einzubringen, weil wir einfach wussten, dass sie bestimmten Figuren vom Ton her den entscheidenden Schliff geben würden. Weil die Ideen in dieser kurzen Zeit dann so reichhaltig sprudelten, waren sie letztlich alle wesentlich am endgültigen Skript beteiligt und werden entsprechend auch genannt. Jeder entwickelte das Buch weiter und brachte bestimmte eigene Komponenten ein. Dabei erweist sich, dass männliche Autoren mit den Dialogen der männlichen Figuren überzeugen, während Frauen häufig mit peppigen Sprüche für die Heldinnen brillieren, aber grundsätzlich haben alle das gesamte Drehbuch wesentlich bereichert.“

Matthias Schweighöfer: Die Geheimnisse seines Erfolges

Auch Matthias Schweighöfer zählt zu den Autoren. Über seine Arbeit hinter der Kamera sagt er: „Ich lerne noch dazu. Für das Timing habe ich durchaus ein Gespür, aber bei der Entwicklung der Figuren bin ich noch nicht so sicher und erfahren. Inzwischen experimentiere ich mit der Auflösung der Szenen, mit der graphisch weniger streng gestalteten Anordnung der Kamerabilder. Dann habe ich Rückblenden ausprobiert, bei denen es nicht zuletzt auf einen guten, sorgfältigen Score ankommt, in den wir viel Zeit investieren. Auch das Verhältnis von Komik und Ernst, das Nebeneinander von Trauer und Slapstick ist etwas, was ich durch Erfahrung begreifen lerne.“

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