Samstag, 17. März 2018 20:29 Uhr

Max Hubacher: Das brutalste Babyface der deutschen Filmgeschichte

Seit Donnerstag ist das bewegende Wehrmachtsdrama „Der Hauptmann“ in den deutschen Kinos. In der Hauptrolle der Schweizer Jungstar Max Hubacher.

Max Hubacher: Das brutalste Babyface der deutschen Filmgeschichte

Foto: AEDT/WENN.com

Kurz vor Ende des Zweiten Weltkriegs findet Wehrmachtssoldat Willi Herold eine Offiziers-Uniform. Er zieht sie an – und gibt sich von nun an als Hauptmann aus. Der deutsche Hollywood-Export Robert Schwentke („Die Bestimmung“) hat aus dieser wahren, einer breiten Öffentlichkeit bisher eher unbekannten Geschichte einen beklemmenden, bildgewaltigen Film gemacht. Kritiker sind voll des Lobes!

Es ist Schwentkes erster historischer Film. Wir wollen mehr über den Hauptdarsteller verraten.

Der Streifen ist ein spannendes und absolut beklemmendes Werk. Nicht nur die unglaubliche Geschichte raubt einem den Atem. Der 24-jährige Max Hubacher spielt Herold mit einer eisigen Kälte. Ganz leichte Mienenzüge verraten, was in ihm vorgeht: Der Stolz, in Uniform plötzlich eine Bedeutung zu haben. Die Angst, als Offizier zum ersten Mal jemanden erschießen zu müssen. Die Ekstase, die das Morden irgendwann in ihm auslöst.

Hubacher, changiert dabei stets zwischen einer jugendlichen Unschuld und extrem brutaler Härte. Augenscheinlich ist er der Schweizer Blondschopf das brutalste Babyface der deutschen Filmgeschichte.

Max Hubacher: Das brutalste Babyface der deutschen Filmgeschichte

Foto: Julia M. Müller/ Weltkino Filmverleih

Karrierebeginn mit 13

Hubacher, geboren 1993 in Bern, schnupperte bereits mit sieben Jahren Theaterluft. Mit 13 Jahren spielte er im Schauspielhaus Zürich die Rolle des Knaben Paul in „Liebestraum“ von Robert Walser (Regie: Thomas Koerfer). Seit 2007 ist Hubacher Mitglied des Jugend-Theaterclubs 14+ des Schlachthaus Theaters Bern. Vor der Kamera stand Max Hubacher zum ersten Mal im Jahr 2009.

Foto: Julia M. Müller/ Weltkino Filmverleih

Foto: Julia M. Müller/ Weltkino Filmverleih

Im Kinofilm „Stationspiraten“ von Michael Schaerer spielte er als krebskranker Michi eine der Hauptrollen. Beim Filmfestival Max Ophüls Preis 2011, beim Internationalen Filmfest in Emden 2011 und 6. Zurich Film Festival gab es zahlreiche Auszeichnungen für den Film. Zudem wurde er als Bester Spielfilm für den Schweizer Filmpreis Quartz 2011 nominiert. Die nächste Hauptrolle ließ nicht lange auf sich warten: Max Hubacher wurde für die Titelrolle des Kinospielfilms „Der Verdingbub“ (Regie: Markus Imboden) besetzt, wo er an der Seite von Katja Riemann und Stefan Kurt spielte und den Schweizer Filmpreis Quartz 2012 als Bester Darsteller erhielt.

Shootingstar der Berlinale

Im selben Jahr gehörte er auf der Berlinale zu den EFP European Shooting Stars. Des Weiteren war Max Hubacher in „Nachtzug nach Lissabon“ (2012, Regie: Bille August) und im Tatort „Schmutziger Donnerstag“ (2012 Regie: Dany Levy) zu sehen. Es folgten die Kinofilme „Geisterfahrer“ (2013 Regie: Karim Patewa) und 2014 „Nichts passiert“ (Regie: Micha Lesinsky). 2016 stand er für den Kinofilm „Lasst die Alten sterben“ (Regie: Juri Steinhart) vor der Kamera, es folgte im selben Jahr der Film „Läufer“ (Regie: Hannes Baumgartner).

2017 drehte Hubacher für die zweite Staffel der internationalen TV-Serie „The Team“ mit Jürgen Vogel und für die aktuelle Schweizer Produktion „Mario“  (Regie: Marcel Gisler, Trailer oben).

Ab 2014 studierte Max Hubacher übrigens Schauspiel an der Hochschule für Musik und Theater in Leipzig. (KT/dpa)

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