25.10.2019 14:24 Uhr

Max Riemelt „als Impulsgeber des deutschen Films“ geehrt

Starpress

Die Hofer Filmtage und der Berliner TZV- und Kinostar Max Riemelt – da gibt es seit vielen Jahre eine enge Verbundenheit. Jetzt wurde der Schauspieler als Impulsgeber des deutschen Films geehrt.

Der Filmpreis der Stadt Hof geht in diesem Jahr an den Schauspieler Max Riemelt. Der sympathische 35-Jährige sei ein herausragender Darsteller, der seine Rollen mit Klugheit, Intensität und subtilen Emotionen ausfülle, teilten die Hofer Filmtage am Donnerstagabend mit. Max Riemelt sagte anschließend in einem Statement: „Ich bin wahnsinnig stolz auf diesen Preis. ()…) Ich glaube, ich habe mir das schon immer gewünscht, irgendwie als Genugtuung für das, was ich bereit bin zu opfern“.

Preis gibt es seit 33 Jahren

Nach Auskunft der Stadt ist Riemelt („Napola – Elite für den Führer“, „Die Welle“) dem Festival seit 15 Jahren verbunden. Mit dem undotierten Filmpreis würdigt die Stadt Hof seit 1986 Impulsgeber des deutschen Films, die eine enge Beziehung zum Festival haben. Zu den Preisträgern zählten Doris Dörrie, Wim Wenders, Werner Herzog, Jessica Schwarz und Aylin Tezel.

Max Riemelt "als Impulsgeber des deutschen Films" geehrt

Das Team von „Kopfplatzen“. Foto: SWR/kurhaus production,

Der mit 10.000 Euro dotierte Förderpreis Neues Deutsches Kino geht in diesem Jahr nach Mitteilung des Festivals an „Coup“, den ersten Spielfilm von Sven O. Hill. Die Filmtage enden am Sonntag. Sie zählen zu den wichtigen Filmfestivals im deutschsprachigen Raum.

„Kopfplatzen“

Riemelts 2018 gedrehter neuer Fernsehfilm „Kopfplatzen“ feierte in Hof seine Deutschland-Premiere. Darin geht es um einen Pädophilen, der gegen seine Neigungen ankämpft. Ein Sendetermin ist noch nicht bekannt.

Kampf gegen die Versuchung – „Kopfplatzen“ so fühlt es sich an im Körper und im Leben von Markus, 29, Architekt. Markus ist pädophil und er hasst sich dafür. Mit aller Macht versucht er, die Wünsche zu unterdrücken, über die er mit keinem seiner Freunde reden kann. Als Jessica mit ihrem achtjährigen Sohn Arthur in die Nachbarwohnung einzieht, ist die Versuchung ganz nah an Markus herangerückt. Die beiden suchen Kontakt mit ihm, Arthur mag es, wenn Markus auf ihn aufpasst und Jessica verliebt sich in ihn. In Markus Leben der unterdrückten Gefühle sind sie eine Art Familie. Doch gleichzeitig wächst der Druck, unter dem er steht, und ist für Markus kaum mehr auszuhalten. (dpa/KT)