18.07.2020 21:57 Uhr

Megan Thee Stallion fühlt sich ungeschützt und allein gelassen

Die Rapperin Megan Thee Stallion zeigt sich empört darüber, dass viele User im Netz den Angriff auf sie als lächerliche Kleinigkeit darstellen.

imago images / ZUMA Press

Eine Woche nach dem Megan Thee Stallion (25) zwei Schussverletzungen erlitt, meldet sich die Rapperin auf Twitter zurück. Sie postete ein Statement, in dem sie sich darüber beschwert, wie die User im Netz das Ereignis kommentieren.

Plädoyer für Afro-Amerikanerinnen

Der „Savage“-Star schrieb: „Schwarze Frauen sind so schutzlos. Wir schweigen über so vieles, um die Gefühle anderer zu beschützen, ohne dabei an uns selbst zu denken. Für euch User im Netz mag das vielleicht alles lustig sein oder nur ein weiteres Gesprächsthema, aber es handelt sich hier um mein reales Leben. Ich wurde verletzt und traumatisiert.“

Hat Tory Lanez sie angeschossen?

Der Rapper Tory Lanez (27) soll die Musikerin am Sonntagmorgen im Auto zwei Mal in den Fuß geschossen haben. Zunächst sagten beide Stars aus, dass sich die Waffe von allein gelöst hätte. In der Mitte der Woche dementierte Megan ihre Aussage allerdings. Sie sprach von einem gezielten Angriff auf ihre Person.

Die Newcomerin beschwert sich aus unserer Sicht komplett zurecht darüber, wie in den sozialen Medien mit ihrem Fall umgegangen wird. Viele sprachen ihr Mitgefühl aus, viele machten sich mit Memes aber auch über den Größenunterschied zwischen Megan Thee Stallion und Tory Lanez lustig.

Die Rapperin überragt den Hip Hop-Star nämlich beinahe um zehn Zentimeter. Zudem wiegt sie locker 20 Kilo mehr als der schmale Sänger.

Häusliche Gewalt ist nie lustig

Wir fragen uns natürlich, was Tory Lanez Größe hier überhaupt zur Sache tut? Wie es scheint, hat er mit einer Waffe auf sie gezielt. Da helfen Megan ihre zehn Zentimeter mehr auch nicht. Und selbst wenn keine Waffe mit im Spiel gewesen wäre, macht seine 1,70 Meter es dann okay eine Frau zu schlagen?

Leider scheint für viele häusliche Gewalt noch immer ein Witz zu sein. Dabei verdeutlichen die Fälle von Big Sean (32), Hayden Panettiere (30) und Megan Thee Stallion einmal mehr, dass es sich dabei leider nicht um Einzelfälle handelt, sondern Männer und Frauen aus allen Ländern, Schichten und Altersklassen betrifft. Wie die Rapperin richtig konstatiert sind Afro-Amerikanerin überdurchschnittlich oft betroffen. 40 Prozent von ihnen berichten bereits das Opfer von häuslicher Gewalt geworden zu sein.