Sonntag, 22. Juli 2018 15:12 Uhr

Mesut Özil äußert sich erstmals zum Fotoskandal

Mesut Özil hat sich bekanntlich mit seinem umstrittenen Foto mit dem türkischen Despoten Recep Tayyip Erdogan keine Freunde gemacht und vermutlich auch ein paar verloren. Jetzt beugte sich der Star denn Druck der Öffentlichkeit und äußerte sich nach wochenlangem Schweigen zu dem peinlichen PR-Termin Mitte Mai in London. Wer Einsicht erwartet wird enttäuscht.

Mesut Özil äußert sich erstmals zum Fotoskandal

Foto: WENN.com

In einem langen Instagram Post schreibt Özil in englischer Sprache (!) u.a., dass er in den vergangenen Wochen über die Ereignisse der letzten Zeit nachgedacht habe und nunmehr seine Gedanken und Gefühle über das Geschehene mitteilen wolle.

„Wie bei vielen andere Menschen auch, reichen die Wurzeln meiner Vorfahren in mehr als ein Land. Ich bin in Deutschland aufgewachsen, meine Familie stammt aus der Türkei. Ich habe zwei Herzen – ein deutsches und ein türkisches. Meine Mutter hat mir beigebracht, niemals zu vergessen, wo ich herkomme und daran denke ich in diesen Tagen.“

Präsident Erdogan habe er bereits 2010 kennengelernt,“als er und Angela Merkel das Spiel Deutschland – Türkei in Berlin geschaut haben. Seitdem haben sich unsere Wege immer wieder gekreuzt.“

Quelle: instagram.com

„Keine politische Intention“

Ihm sei durchaus bewusst, „dass das Foto von uns beiden für Diskussionen in Deutschland gesorgt hat, einigLeute haben mich deshalb als Lügner und Betrüger bezeichnet“, schreibt der 29-jährige Spieler des FC Arsenal weiter. „Das gemeinsame Foto hatte aber gar keine politische Intention.“

„Ich bin Fußballer und kein Politiker und unser Treffen hat nichts mit meiner Unterstützung irgendeiner Politik zu tun. Tatsächlich haben wir uns darüber unterhalten, worüber wir immer sprechen, wenn wir uns sehen: über Fußball. Er hat als Jugendlicher ebenfalls gespielt. (…) Für mich ist es nicht wichtig, wer der Präsident ist, sondern das es der Präsident ist. Ob nun der deutsche Präsident oder der türkische Präsident, für meinen Umgang macht das keinen Unterschied.“

„Wie auch immer die jüngste Wahl oder auch die davor ausgegangen sind“, so schließt Özil seine Erklärung ab, „ich hätte das Foto so oder so gemacht.“ Ob er das Foto aber mit Erdogan nochmal gemacht hätte, genau das aber sagte Özil nicht. (KT)

UPDATE 16.50 Uhr: In einem zweiten Rundumschlag auf Instagram holte Mesut Özil erneut aus. Darin rechnete er mit den deutschen Medien, dem DFB und Sponsoren ab.

OK

Hinweis: Durch Nutzung von klatsch-tratsch.de stimmen Sie der Verwendung von Cookies für Analysezwecke, personalisierte Inhalte und Werbung zu. Mehr erfahren