Montag, 30. September 2019 20:24 Uhr

Micaela Schäfer: „Ich werde behandelt wie eine Aussätzige“

Foto: Starpress/WENN.com

Micaela Schäfer ist nicht nur durch jeden Zentimeter ihres Körpers bekannt, sondern auch durch ihre entwaffnende Selbstironie. Anders gesagt: die Nacktdarstellerin nimmt sich nicht zu ernst.

Jetzt adelte sie das Hamburger Magazin ‚Der Spiegel‘ mit der Wiedergabe Interview. Das ist allerdings nicht in der gedruckten Ausgabe zu finden. Das Interview erschien aber zuerst im Abschlussmagazin der Lehrredaktion 57A der Deutschen Journalistenschule.

So stelle sich die gebürtige Leipzigerin manchmal die Frage, welchen Job sie eigentlich ausübe. „Ich würde mich am ehesten als Erotikmodel bezeichnen, aber eigentlich ist das so ein neumodischer Berühmt-Werde-Beruf.“ Als Influencerin sehe sie sich aber auf keinen Fall. „Ich verdiene mein Geld nicht mit Postings. Ich komme aus dem TV. Wenn Instagram morgen pleitegeht, wäre mir das scheißegal.“ Und weiter: „Ich nehme keine Drogen, ich trinke keinen Alkohol, ich habe keine Eskapaden. Eigentlich bin ich ein Vorzeige-Promi, behandelt werde ich wie eine Aussätzige.“

Micaela Schäfer: "Ich werde behandelt wie eine Aussätzige"

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„Sowas kannst Du als C-Promi knicken“

Micaela Schäfer sieht sich selbstganz realistisch als C-Promi: „Zum A-Promi könnte ich nur werden, wenn ich mir einen Nationalspieler angele oder Til Schweiger sich in mich verliebt. Aber mich nimmt kein A-Promi. Das verbietet ihnen schon das Management. So tickt diese arrogante Medienbranche. Früher gab es sowas wie A-, B-, C-Promis nicht.“

Und worin liegt der Unterschied? „Bambi, Deutscher Filmpreis. Sowas kannst du als C-Promi knicken. Wir halten keine Laudatio und große Designer statten uns nicht aus. Wir kriegen kein Cover in Bunte oder Gala, wir kommen auf die InTouch. Wir laufen im Dschungelcamp rum, aber kriegen keine Stunde bei Lanz, wie Lagerfeld. Wir C-Promis haben bestimmte Privilegien einfach nicht. (…)“ Und weiter resümiert das Erotikmodel: „Manchmal ist die Art und Weise, wie wir C-Promis behandelt werden, schon grenzwertig. Wirklich wie der letzte Dreck. Entschuldigung, wir füllen 50 Prozent eurer Formate. Wenn wir nicht wären, wann soll dann der Schokoriegelhersteller seine Werbung bei euch schalten?“

Micaela Schäfer: "Ich werde behandelt wie eine Aussätzige"

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Ratschlag für aufstrebende C-Promis

Ihr Ratschlag für die, die ihre C-Promi-Kollegen auf Augenhöhe werden wollen: „Ich kenne viele, die denken, sie kommen in den neuen Til-Schweiger-Film, nachdem sie im ‚Dschungelcamp‘ waren. Das ist doch Bullshit! Ihr könnt nichts und werdet weiter nichts können. Zeigt lieber, warum ihr ins ‚Dschungelcamp‘ gekommen seid, und wenn es nur eure Brüste sind. Wenn ihr das zu 100 Prozent tut, dann bleibt ihr auch erfolgreich.“

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