Michael Caine geht in Schauspiel-Rente

SpotOn NewsSpotOn News | 16.10.2021, 12:29 Uhr
Sir Michael Caine bei einem Auftritt in London. (hub/spot)
Sir Michael Caine bei einem Auftritt in London. (hub/spot)

Landmark Media/ImageCollect

Nach dem Film "Best Sellers" soll Schluss sein. Sir Michael Caine hat seinen Rücktritt von der Schauspielerei bekannt gegeben.

Sir Michael Caine (88) zieht einen Schlussstrich. Der zweifache Oscar-Gewinner hat seinen Rücktritt von der Schauspielerei bekannt gegeben. In der BBC-Radiosendung „Kermode and Mayo’s Film Review“ erklärte er Medienberichten zufolge, dass sein neuer Film „Best Sellers“ wohl sein letzter sein werde.

„Komischerweise hat sich herausgestellt, dass es wirklich meine letzte Rolle ist“, sagte er demnach. „Weil ich zwei Jahre nicht gearbeitet habe und ein Wirbelsäulenproblem habe, das meine Beine betrifft. Ich kann also nicht sehr gut gehen.“ Und er habe auch, „ein paar Bücher, die veröffentlicht wurden und erfolgreich waren“, geschrieben. „Also bin ich jetzt kein Schauspieler mehr, ich bin ein Schriftsteller, was schön ist, denn als Schauspieler muss man um halb sechs morgens aufstehen und ins Studio gehen. Als Autor kannst du mit dem Schreiben beginnen, ohne das Bett zu verlassen“, fügte Caine hinzu.

Darum geht’s in seinem neuen Film

Der 88-Jährige spielt in „Best Sellers“ den Schriftsteller Harris Shaw, der widerstrebend zustimmt, auf eine Tour zu gehen, um sein erstes Buch seit Jahrzehnten zu promoten. Seine Verlegerin Lucy Stanbridge (Aubrey Plaza) hat ihn aufgespürt, um den Verlag ihres verstorbenen Vaters zu retten. In dem Film, der 2019 in Montreal gedreht wurde, spielen auch Scott Speedman, Cary Elwes und Ellen Wong mit.

Seit zwei Jahren gebe es keine Angebote für ihn, sagte Caine nun, „weil niemand irgendwelche Filme gemacht hat, die ich machen möchte. Aber ich bin auch 88.“ Es gebe nicht gerade viele Drehbücher mit einem 88-jährigen Hauptdarsteller.

Caine feierte seinen Durchbruch mit dem Kriegsfilm „Zulu“ von 1964. Es folgten Filme wie „Der Verführer läßt schön grüßen“ (1966), „Charlie staubt Millionen ab“ (1969), „Jack rechnet ab“ (1971) oder „Der Mann, der König sein wollte“. Bis jetzt soll er in über 160 Filmen zu sehen gewesen sein. Er gewann unter anderem zwei Oscars und drei Golden Globes.