Sonntag, 15. September 2019 21:05 Uhr

Michael Jackson: „Am Ende war er ein wandelnder Toter“

Foto: imago images / MediaPunch

Zehn Jahre nach dem Tod von Michael Jackson († 2009) meldet sich sein ehemaliger Bodyguard Matt Fides zu Wort. Er beschreibt wie der legendäre Musiker vor seinem Ableben nur noch ein Schatten seiner selbst war.

Früher war Michael Jackson der gefeierte King of Pop. Heute ist das Vermächtnis der Musiklegende untrennbar mit den Vorwürfen der Pädophilie verknüpft.

In Wahrheit unschuldig?

Sowohl 1993 als auch 2005 beschuldigten ihn Familien vor Gericht ihre Söhne sexuell missbraucht zu haben. Der erste Fall endete mit einer außergerichtlichen Einigung. Jahre später gab der inzwischen erwachsene Mann allerdings zu, dass sein Vater ihn zum Lügen gezwungen hatte. Im zweiten Prozess 2005 wurde Jackson freigesprochen.

Wie sein Bodyguard im Interview mit der britischen Zeitung „Daily Star“ berichtet, nagten die Anschuldigungen trotzdem sehr an dem Pop-Star. Er soll nach den Gerichtsverhandlungen 2005 nicht mehr derselbe gewesen und zunehmend paranoid geworden sein.

Michael Jackson: "Am Ende war er ein wandelnder Toter"

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Paranoia und schusssichere Westen

Der frühere Bodyguard, dem heute eine Fitnesskette gehört, erzählte weiter, dass die Verfolgungsangst des Sängers mit den Jahren schlimmer und schlimmer wurde. Gemäß Fides war Jackson davon überzeugt, dass jemand hinter ihm her sei.

Obwohl Fides und seine Kollegen ihm gut zuredeten und versuchten ihn zu beruhigen, bangte ihr Arbeitgeber zunehmend um seine körperliche Sicherheit. Seine Angst ging so weit, dass er bei seinen Live-Auftritten eine kugelsichere Weste tragen wollte.

„Am Ende war er ein wandelnder Toter“

Fides, der von 2005 bis 2009 für den „Thriller“-Sänger und Erzfeind von Prince arbeitete, vergleicht Jacksons Gemütszustand kurz vor seinem Tod mit dem eines wandelnden Toten. „Schon zu Essen und zu Schlafen war ein Kampf. Er war komplett kaputt.“

Dieser körperlich sehr schlechte Zustand hing auch mit seiner Medikamentensucht zusammen, die ihn am Ende das Leben kostete. Seine Suchterkrankung kann aber sicher nicht losgelöst von seinen psychischen Problemen betrachtet werden.

Neue Doku: „Michael Jackson: Chase the Truth“

Dieses Jahr erschien die brisante Dokumentation „Leaving Neverland“, welche große Wellen schlug. Darin erzählen zwei Männer sehr detailliert, wie sie als Kinder von Michael Jackson vergewaltigt worden sein sollen. Nun wurde eine neue Doku veröffentlicht, die das Image des Pop-Stars wieder ins rechte Licht rücken soll.

In „Michael Jackson: Chase the Truth“ erzählen enge Vertraute des Musikers, wie Ex-Bodyguard Fides, was aus ihrer Sicht damals wirklich geschah. Die Doku ist bei Amazon Prime verfügbar.

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