Mittwoch, 5. August 2009 16:43 Uhr

Michael Jackson: Arztbericht verschwunden

Das hatte gerade noch gefehlt: Michael Jacksons ärztlicher Bericht ist verloren gegangen. Der Versicherer der 50 ‚This Is It‘-Konzerte in London waren verblüfft, als es in dem Bericht des Arztes Dr. David Slavit hieß, dass der Sänger sich bester Gesundheit erfreue und witzelten, dass es fast so schien, als habe Slavit einen Astronauten untersucht. Sachbearbeiter der Versicherungsfirma Robertson Taylor waren etwas verunsichert, warum der Bericht des Hals-, Nasen- und Ohrenarztes die bekannten Gesundheitsprobleme des Stars mit keinem Wort erwähnte. Auch die schweren Verbrennungen am Kopf, das gebrochene Bein und die vielen Schönheitsoperationen blieben ungenannt.

Daraufhin veranlasste der Versicherer eigene Tests, bevor sie die Shows für den Veranstalter AEG Live versichern wollten. Ein Sprecher von AEG dazu: „AEG hat zu keinem Zeitpunkt einen Arzt angestellt, um die Versicherung abzusichern. Dr. David Slavit hat die medizinische Untersuchung durchgeführt, die der Versicherung als Teil des Vertrags vorgelegt wurde. AEG hat nie eine Kopie von Dr. Slavits Bericht empfangen. Eine zweite medizinische Untersuchung wurde für den Tourbeginn in Großbritannien eingeplant. Der Versicherungsschein wurde auf einen fiktionalen Namen ausgestellt.“

Niemand hat bisher den Originalbericht von Dr. Slavit gesehen. Die Versicherung Robertson Taylor wollte eine ausgiebige Untersuchung am 11. Juli durchführen, einen Tag nachdem der Sänger dann eine vollständige Probein der Londoner O2-Arena hinter sich gebracht hätte. Da Jackson aber am 25. Juni wahrscheinlich in Folge eines Herzversagens starb, streiten sich die Veranstalter nun mit der Versicherung darüber, wer für den Ausfall zahlen muss.

Einerseits wurde der Vertrag abgeschlossen, andererseits waren die Details, unter welchen Voraussetzungen der Vertrag gültig sei, noch nicht geklärt. Das ärztliche Gutachten wurden auf einen ‚Mister Jones‘

ausgestellt. Das kann aber nicht an der Gültigkeit des Gutachtens rütteln, da es bei Prominenten üblich ist, fiktionale Namen einzusetzen, um ihnen peinliche Offenbarungen zu ersparen, falls doch einmal etwas an die Öffentlichkeit drängt.

Vergangene Woche wurde behauptet, dass sich die Ergebnisse der Autopsie bis auf weiteres verspäten werden. Wahrscheinlich werde sich die Veröffentlichung des Berichtes so lange heraus zögern, wie die Polizei noch in den Ermittlungen zu Jacksons Tod steckt. Momentan wird untersucht, in wie weit der Leibarzt des King of Pop, Dr. Conrad Murray, mit den Umständen zu Jacksons Tod zu tun hatte. (BangMedia)

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