Montag, 8. Februar 2010 23:59 Uhr

Michael Jackson: Conrad Murray verhaftet – Kaution festgesetzt

Wie erwartet, hat Michael Jacksons Leibarzt, der Kardiologe Dr. Conrad Murray, in der heutigen Anklage wegen fahrlässiger Tötung auf „nicht schuldig“ plädiert. In der fünfseitigen Klageschrift heißt es, Murray habe den Tod des Sängers durch „ungesetzliches“ Verhalten verursacht, einen „bösartigen Vorsatz“ dabei jedoch nicht verfolgt.

Das Gericht legte eine Kaution in Höhe von 75.000 Dollar fest, die dreifache Höhe der in ähnlichen Fällen verhängten Summe. Die Staatsanwaltschaft verlangte sogar eine Kaution von 300.000 Dollar wegen Fluchtgefahr. Noch im Gerichtssaal wurde Murray pro forma festgenommen, mußte seinen Ausweis abgeben, kam dann aber auf freien Fuß. Als Arzt dürfe Murray zunächst nicht mehr arbeitens. „Ich will nicht, dass Sie jemandem Beruhigungsmittel geben“, sagte der Richter.
Im Falle eines Schuldspruchs drohen dem 56-jährigen Mediziner bis zu vier Jahre Haft.

Murrays Anwalt erklärte nach der Verhandlung: „Das Paket, das wir heute erhalten haben, enthält keine Informationen darüber, ob eine Vergiftung mit Propofol die Ursache für den Tod gewesen ist. Wir wissen nichts.“
Bei dem Termin in Los Angeles waren auch die Eltern des King Of Pop, Vater Joe und Mutter Katherine sowie auch die Geschwister LaToya und Jermaine Jackson anwesend. Als Murray regungslos das Gerichtsgebäude betrat, waren Rufe wie „Mörder“ und „Gerechtigkeit für Michael“ aus der Menge zu hören.
Katherine Jackson sagte nach der Anhörung zu wartenden Reportern: “Er ist ein Monster. Er hätte sich schuldig bekennen sollen. Er hat meinen Sohn getötet.”

Für den 5. April wurde der nächste Vehandlungstag angesetzt.

 

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