Donnerstag, 28. Juni 2018 21:59 Uhr

Michael Jacksons Vater Joe: Missbrauchstäter oder Visionär?

Missbrauchstäter, Visionär oder beides? Nach dem Tod von Michael Jacksons Vater Joe wird dessen Leben unterschiedlich bewertet. Er hatte einige seine Kinder zu Stars gemacht, sie aber auch hartem Drill unterzogen – und womöglich sogar sexuell missbraucht.

Foto: Chris Connor / WENN

Der Vater des weltberühmten Popmusikers Michael Jackson und Manager von dessen erster Band Jackson 5 ist tot (wir berichteten). Die Nachlassverwalter des Michael Jackson Estate bestätigten der Deutschen Presse-Agentur den Tod von Joseph Jackson, der 89 Jahre alt wurde.

Der zehnfache Vater hatte die Karriere der erfolgreichen Jackson 5 initiiert und dann die seines Sohnes Michael, der später zum weltweit gefeierten „King of Pop“ avancierte. Michael machte sich aber bald vom Vater unabhängig, der die Kinder auch schlug, wie Joseph Jackson nach dem Tod Michael Jacksons im Jahr 2009 gestand. Ein Jahr später rühmte er sich dafür, die Karriere der Sprösslinge durch sein strenges Regiment gefördert zu haben. Doch nicht nur körperliche Züchtigung und seelische Grausamkeit, auch sexueller Missbrauch der Kinder wurde ihm vorgeworfen.

„Der König, der alles möglich machte“

Die Nachlassverwalter bezeichneten Jackson als „starken Mann, der seine eigene Unvollkommenheit anerkannte und seine Söhne und Töchter von den Stahlfabriken in Gary, Indiana, zu weltweitem Pop-Ruhm brachte“. Sein Beitrag zur Geschichte der Musik sei „gewaltig“. Sein Enkel Randy Jackson Jr. bezeichnete ihn auf Twitter als „König, der alles möglich machte“. Sein Enkel Prince Jackson – der 21-jährige Sohn von Michael Jackson und Debbie Rowe – teilte mit, Joe Jackson werde immer ein „Beispiel für reine Willenskraft und Hingabe“ sein.

Quelle: instagram.com

Der britische Moderator Piers Morgan, der Joe Jackson 2013 interviewt hatte, wies hingegen darauf hin, dass Jackson sich für seine harte Führung nie entschuldigt habe. Die satirische Website „The Onion“ veröffentlichte Minuten nach Bekanntwerden von Jacksons Tod sogar ein Foto von ihm mit dem Zusatz, dass Jackson seinen verstorbenen Sohn Michael „himmlischen Quellen“ zufolge bereits anschreie.

Quelle: instagram.com

Jackson habe „nie die Ehre bekommen, die ihm zusteht“, twitterte der schwarze Bürgerrechtler Al Sharpton. „Möge die Geschichte sein Vermächtnis korrigieren.“ Sänger R. Kelly, dem mehrere Frauen sexuelle Übergriffe vorwerfen, schrieb: „Er schuf Ikonen, die die Welt noch heute beeinflussen.“

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