Sonntag, 29. Dezember 2013 22:58 Uhr

Michael Schumacher im Koma: Gesundheitszustand „kritisch“

Der Gesundheitszustand von Formel-1-Legende Michael Schumacher hat sich offenbar verschlechtert. Medienberichten zufolge sei der siebenfache Weltmeister bereits im Koma ins Krankenhaus eingeliefert worden, nachdem er ein schweres Schädel-Hirn-Trauma erlitten habe.

Michael Schumacher im Koma: Gesundheitszustand "kritisch"

Der französische TV-Sender BFMTV und die Regionalzeitung ‚Le Dauphiné Libéré‘ aus Grenoble berichteten am Abend laut ‚tagesschau‘ Schumacher „schwebe inzwischen in Lebensgefahr“. Eine Notoperation mußte durchgeführt werden. Schumachers Ehefrau Corinna und auch beide Kinder sind bei ihm.

Nach einer aktuellen Mitteilung von Schumachers Management und auch einer Mitteilung der Grenobler Universitäts-Klinik sei der Zustand der Sport-Legende „kritisch“. Er „litt er an einem Kopftrauma mit Koma, das umgehend eine neurochirurgische Behandlung erforderte“.

Knapp fünf Jahre nach seinem schweren Motorradunfall hatte sich der Formel-1-Rekordweltmeister heute Mittag beim Skifahren in Frankreich am Kopf verletzt.

Der Kerpener, der am 3. Januar 45 Jahre alt wird, verunglückte am Sonntag im Skigebiet von Méribel. „Michael ist bei einem privaten Skitrip in den französischen Alpen auf den Kopf gestürzt. Er wurde ins Krankenhaus gebracht und wird medizinisch professionell versorgt“, sagte seine Managerin Sabine Kehm dam Nachmittag der Nachrichtenagentur dpa.

Michael Schumacher: Gesundheitszustand offenbar verschlechtert

Nach Angaben einer Skistation war Schumacher in einem unmarkierten Gebiet zwischen zwei Skipisten unterwegs. Laut französischen Medien soll Schumacher unter anderem mit seinem Sohn unterwegs gewesen sein. Seine Managerin bestätigte lediglich, dass Schumacher nicht allein gewesen sei, eine weitere Person sei aber nicht in den Unfall verwickelt gewesen.

Schumacher prallte bei dem Sturz mit dem Kopf auf. Er trug einen Helm. Mit einem Hubschrauber wurde er Medienberichten zufolge ins Krankenhaus von Moûtiers gebracht. Bereits eine Stunde später wurde der frühere Weltmeister nach Informationen von ‚Le Dauphiné Libéré» ins Traumazentrum der CHU-Klinik in Grenoble verlegt. Bei der Gendarmerie wurde das mit der Art der Verletzung begründet.

Bei Schumachers heftigem Unfall auf einem Rennmotorrad im Februar 2009 war erst im Nachhinein die Schwere der Verletzungen festgestellt worden. Schumacher erlitt damals eine Fraktur im Bereich der Schädelbasis und eine in der Halswirbelsäule. Er verletzte sich zudem einen Halswirbel und eine Rippe.

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Im selben Jahr hatte Schumacher ein Comeback in der Formel 1 absagen müssen. Es ging aus gesundheitlichen Gründen nicht. „Die Unfallfolgen waren die schwersten, die Michael in seiner Karriere zu tragen hatte“, sagte damals sein behandelnder Arzt Johannes Peil, Chef der Sportklinik in Bad Nauheim, als Schumacher das Aus für die Rückkehr-Pläne zu Ferrari mitteilte.

2010 kam Schumacher dann allerdings wieder zurück in die Königsklasse des Motorsports. Drei Jahre fuhr der siebenmalige Weltmeister für den deutschen Werksrennstall Mercedes. Für den deutschen Autobauer ist Schumacher weiterhin als Botschafter tätig.

Seinen schwersten Unfall in der Formel 1 hatte Schumacher 1999 erlebt. Damals war er im Ferrari in Silverstone verunglückt. „Ich liege da und merke, wie ich mich wieder so ein bisschen fange und beruhige und fühle meinen Herzschlag. Und fühle plötzlich, wie mein Herzschlag immer weniger wird und plötzlich komplett aufhört. Lichter gehen aus“, hatte Schumacher einmal über die Erfahrungen damals berichtet. Er hatte sich seinerzeit einen Schien- und Wadenbeinbruch zugezogen.

Am Montag soll um 11.00 Uhr in der Universitätsklinik Grenoble eine Pressekonferenz stattfinden. (dpa/KT)

Fotos: WENN.com

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