Montag, 30. Dezember 2013 10:21 Uhr

Michael Schumacher: Kollegen und Freunde bangen um sein Leben

Michael Schumacher befindet sich nach einem Skiunfall und nach einer Notoperation in der Nacht zum Montag in einem kritischen Zustand.

Michael Schumacher: Kollegen und Freunde bangen um sein Leben

Einem Bericht der ‚Bild‘-Zeitung zufolge hätten die Ärzte Löcher in seinen Schädel gebohrt, „um den inneren Druck zu verringern“.

Schumachers Vertraute Jean Todt und Ross Brawn sowie auch sein Leibarzt Johannes Peil seien ins Universitätsklinikum geeilt.

Der Formel-1-Rekordweltmeister litt nach Angaben des Krankenhauses in Grenoble bei seiner Einlieferung um 12.40 Uhr an einem „Kopftrauma mit Koma“. Das Schädel-Hirn-Trauma habe „umgehend eine neurochirurgische Behandlung“ erfordert, teilten die Ärzte in einer Pressemitteilung am Sonntagabend mit. Die Motorsport-Legende hatte vor einem Jahr Abschied von der Formel 1 genommen. Um 11 Uhr wolle das Universitätsklinikum eine Pressekonferenz geben.

Eine Korrespondentin des TV-Senders BFMTV berichtete von der Klinik in Grenoble, Schumacher schwebe in Lebensgefahr. Er war am Sonntag um kurz nach 11 Uhr zwischen zwei markierten Pisten in Méribel beim Skifahren gestürzt. Der Kerpener war dabei mit dem Kopf auf einem Felsen aufgeschlagen. Nach Angaben von Christophe Gernigon-Lecomte, dem Chef der Skistation Méribel, war Schumacher unmittelbar nach dem Sturz noch bei Bewusstsein und ansprechbar. Nachdem er an Ort und Stelle erstversorgt worden war, wurde er mit einem Rettungshubschrauber ins Krankenhaus nach Moûtiers geflogen. Von dort wurde Schumacher in eine Klinik nach Grenoble gebracht.

Vom Krankenhaus selbst gab es lange Zeit keine Informationen über Schumachers Zustand. Klinikdirektor Jean-Marc Grenier hatte zunächst lediglich bestätigt, dass sich der mehrmalige Weltmeister am Kopf verletzt habe.

Schumachers Managerin Sabine Kehm hatte in einem ersten Statement betont: „Wir bitten um Verständnis, dass wir über seinen Gesundheitszustand keine fortlaufenden Informationen abgeben können.“

Vor dem Krankenhaus in Grenoble wurden umgehend Absperrungen aufgebaut, immer mehr Fans des siebenmaligen Weltmeisters waren im Verlauf des Tages dorthin geströmt.

Unmittelbar nach seiner Einlieferung war Schumacher im Traumazentrum der CHU-Klinik am Nachmittag eingehend untersucht und behandelt worden. Später traf unter großem Polizeiaufgebot Professor Gérard Saillant ein – er hat Schumacher schon nach seinem schwersten Formel-1-Unfall vor etwa 14 Jahren operiert.

Laut französischen Medien soll Schumacher beim Skifahren unter anderem mit seinem 14-jährigen Sohn Mick unterwegs gewesen sein. Seine Managerin bestätigte lediglich, dass der ehemalige Rennfahrer nicht allein gewesen sei.

Auch in der Formel-1-Szene wuchs die Sorge am Sonntag. „Ich hoffe, Michael Schumacher geht es schnell besser“, twitterte Pilot und Landsmann Adrian Sutil. „Nur das beste, alter Freund“, twitterte Schumachers Kumpel, Fußball-Nationalspieler Lukas Podolski.

Formel-1-Weltmeister Sebastian Vettel erklärte gegenüber dpa: „Ich bin schockiert und ich hoffe, dass es ihm so schnell wie möglich wieder besser geht.“

Felipe Massa, einst Schumachers treuer Gehilfe bei Ferrari, schickte via Twitter Genesungswünsche: „Ich bete für dich, mein Bruder!“, schrieb der Brasilianer: „Ich hoffe, Du erholst dich schnell!! Gott segne dich, Michael.“ Massa postete daneben ein Bild, das ihn verschwitzt nach einem Rennen in den Armen von Schumacher zeigt, den er immer als seinen Professor bezeichnet.

Formel-1-Pilot Jenson Button twitterte: „Meine Gedanken sind in dieser schweren Zeit bei Michael Schumacher…Michael hat – mehr als jeder andere – die Kraft, dies durchzustehen.“

Der mexikanische Pilot Esteban Gutiérrez, der in diesem Jahr in der Formel 1 debütierte, postete bei Twitter: „All unsere Gedanken sind mit Michael und seiner Familie. Werde schnell gesund. Gott schütze Dich!“

Basketballstar Dirk Nowitzki postete: „Meine Gedanken sind bei Schumi“.

Die Website von Michael Schumacher war stundenlang nicht zu erreichen, die seines 38-jährigen Bruders Ralf wurde offenbar stillgelegt. (dpa/KT)

Foto: WENN.com

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