Michelle: Das sagt der Beauty-Doc zu ihrer Brustverkleinerung

Michelle: Das sagt der Doc zu ihrer Brustverkleinerung

IMAGO / Future Image

18.02.2021 16:59 Uhr

Diese Woche überraschte Schlagersängerin Michelle mit einem ganz besonderen Geständnis: Sie hat sich die Brüste verkleinern lassen. Mit der Entnahme der Brustimplantate hat sich im Dekolleté der 49-Jährigen ordentlich was verändert ...

„Ich fühle mich schön wie nie: Fast wie neu geboren“, freut sich Sängerin Michelle nun über die Brustverkleinerung. So ist bei der „Wer Liebe lebt“-Sängerin die Körbchengröße geschrumpft, aber das Selbstbewusstsein gewachsen.

„Ich brauche es nicht, ich möchte es nicht mehr“

Mit der OP hat die zierliche Blondine nun einen Eingriff von vor 20 Jahren rückgängig gemacht und hat von einer satten 80/75 C auf ein elfenhaftes A-Körbchen zurück gewechselt. „Ich finde es großartig. Ich bin 1,56 und das passt zu mir. Ich bin das einfach heute“, schwärmt sie im RTL-Interview.

Nach der Geburt von zwei ihrer insgesamt vier Kinder hat sich Michelle die Brüste straffen und Implantate einsetzen lassen. Die Umwandlung „Back to normal“ habe ihr physisch und psychisch sehr geholfen, so ihr Fazit. „Ich brauche es nicht, ich möchte es nicht mehr. Plastik aus dem Körper raus.“

Schmerzen und ein Fremdkörpergefühl

Rückblickend verstehe sie nicht, warum sie es nicht schon früher gemacht habe. „Ich kann das wirklich nur jedem empfehlen“, verrät die singende Schwäbin.

Dr. Simone Kirkegaard ist Fachärztin für plastische Chirurgie in Hamburg und entfernt unter anderem regelmäßig Brustimplantate bei ihren Patientinnen. Dabei sehe ich oft unterschiedliche Gründe für diesen Eingriff: medizinische wie auch ästhetische. „Im medizinischen Bereich sind die Ursachen vor allem Schmerzen, ein Fremdkörpergefühl, defekte Implantate oder seltener auch zurückgerufene Implantate. Aus der ästhetischen Sicht gibt es Frauen, die ihre Implantate nach einiger Zeit als zu groß, zu klein oder nicht passend geformt empfinden.“

Brustvergrößerung rückgängig machen?

So eine Brustvergrößerung lasse sich zwar rückgängig machen, allerdings wäre das Resultat am unauffälligsten, wenn der Eingriff innerhalb kurzer Zeit nach der Vergrößerung erfolge. „In anderen Fällen wird immer eine zusätzliche Straffungsnarbe die Folge sein oder die Brust hängt, wenn lediglich das Implantat entfernt und keine Straffung durchgeführt wird.“

Allerdings ist dieser Eingriff gar nicht mal so billig, verrät Kirkegaard. „Eine Entfernung von Brustimplantaten startet circa bei 5.000 Euro – ohne eine zusätzliche Straffung.“ Wird diese allerdings auch durchgeführt, werde der Eingriff deutlich aufwendiger und somit auch teurer. Dabei würden sich die Kosten auf etwa 8.000 Euro belaufen.

Michelle: Das sagt der Beauty-Doc zu ihrer Brustverkleinerung

Fotos: Med Esthetic

Das sind die Gefahren und Komplikationen

Wie alle Operationen hat auch eine Brustverkleinerung ihre Risiken, erklärt Dr. Tobias Kurz von Med Esthetic in Hamburg. Je nach Schnitt entstehe immer eine Narbe um den Warzenhof, da dieser versetzt werden müsse. „Dies kann zu Gefühlsdefiziten in der Brust sowie zu Durchblutungsstörungen mit Absterben des Gewebes führen. Zudem kann es zu einem Stillverlust durch die Narbe im Gewebe kommen sowie zu einer ungleichen Brustform und -größe und einem zusätzlichen Nachgeben des Gewebes nach einigen Jahren. Wenn außerdem zu wenig eigene Drüse vorhanden ist, kann im schlimmsten Fall gar keine Straffung durchgeführt werden.“