Samstag, 10. August 2019 17:05 Uhr

Milliardär Jeffrey Epstein nach Vorwürfen: Suizid im Knast

Milliardär Jeffrey Epstein († 66), der wegen Menschenhandel und Missbrauch von Minderjährigen angeklagt war, hat sich nun selbst hinter Gittern das Leben genommen.

Foto: imago images / ZUMA Press

Mit großer Spannung hatte die Welt auf den Prozess gegen den US-Amerikaner Jeffrey Epstein gewartet. Dem Unternehmer mit einem geschätzten Vermögen von zwei Milliarden Dollar wurde vorgeworfen, jungen Mädchen Geld für sexuelle Handlungen bezahlt zu haben. Zudem soll er diese dazu angestiftet zu haben, ihre Freundinnen zu den Orgien mitzubringen, damit diese sich auch etwas dazu verdienen könnten.

Die jüngsten Opfer sollen erst 14 Jahre gewesen sein. Die Staatsanwaltschaft ermittelte gegen ihn in den Punkten Menschenhandel zum Zwecke der sexuellen Ausbeutung und die Verschwörung dazu vor.

Der Investmentbanker, der in Kontakt mit Persönlichkeiten wie Bill Clinton (72) und Donald Trump (73) stand, wurde Anfang Juli festgenommen. Bei einem Schuldspruch drohte ihm eine Haftstrafe von bis zu 45 Jahren. Da sich bereits etliche Mädchen und jetzt junge Frauen als Opfer bei der Polizei gemeldet hatten, war die Wahrscheinlichkeit zu einer hohen Gefängnisstrafe hoch, sodass der Milliardär im Rentneralter wahrscheinlich hinter Gittern gestorben wäre.

Suizid nach weiteren Enthüllungen

Diesem Schicksal und natürlich skandalösem Prozess griff der Angeklagte nun voraus, in dem er sich in der Untersuchungshaft selbst das Leben nahm. Wie „TMZ“ berichtet, wurde Epstein am Samstagmorgen von den Vollzugsbeamten tot in seiner Zelle in der Metropolitan Correctional Center in Manhattan aufgefunden. Jegliche Wiederbelebungsversuche scheiterten. Obwohl keine genaueren Informationen zum Tatort vorliegen, soll es sich nicht um einen natürlichen Tod, sondern um einen Selbstmord handeln.

Der Freitod geschah nur wenige Stunden, nachdem am Freitag Gerichtsunterlagen an die Öffentlichkeit gelangt waren, in denen weitere prominente Name aus Wirtschaft und Politik zu lesen sind. Unter anderem sollen ein Senator und ein ehemaliger Kabinettsabgeordneter in Epsteins Machenschaften involviert gewesen sein.

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