Donnerstag, 9. Januar 2020 01:10 Uhr

Mindy Kaling verspürte enormen Druck

Foto: imago images / Runway Manhattan

Mindy Kaling stand unter Druck, denn sie hatte das Gefühl, alle Menschen ihrer Herkunft zu repräsentieren. Die ‚Mindy Project‘-Darstellerin war davon überzeugt, dass ihre Arbeit am Set stellvertretend für alle anderen Menschen, die ihre ethnische Herkunft teilen, betrachtet werden würde.

Im Gegensatz zu ihren weißen, männlichen Kollegen sei die 40-jährige deshalb oft nervös gewesen, wie sie selbst sagte. „Wenn man in einen Raum kommt und man ist die einzige nicht-weiße Person oder die einzige Frau, die mit einer Menge weißer Typen arbeitet, die dann etwas Dummes sagen oder einen schlechten Tag haben, dann denkst du nicht ‚Hm, alle weißen Männer müssen wohl so sein‘, denn du kennst den Kontext“, erklärte die Darstellerin in einem Interview mit Constance Wu für ‚Varietys‘ ‚Actors on Actors‘-Segment.

Quelle: instagram.com

Nur für mehr Diversität dabei

„Aber als ich als Autorin arbeitete und einen schlechten Tag hatte oder etwas Dummes oder Unlustiges sagte, dachte ich ‚Oh, jetzt denken sie, dass indische Frauen so sind.‘ Man versucht nicht nur, bei einer Show engagiert zu werden oder nochmal eingeladen zu werden. Sondern man hat auch diese Hülle einer asiatischen Frau oder indischen Frau oder auch nur einer Frau. Wenn man einen schlechten Tag hat, repräsentiert man nicht gerne“, so die Mutter einer Tochter.

Schon vor einer Weile hatte die US-Amerikanerin mit indischen Wurzeln darüber gesprochen, wie unwohl ihr dabei war, einen Job aufgrund ihrer Herkunft zu bekommen. Beispielsweise habe man sie an der Serie ‚Das Büro‘ nur mitwirken lassen, um Diversitätsansprüche zu erfüllen. „Eine lange Zeit war ich peinlich berührt deswegen. Niemand [bei ‚Das Büro‘] sagte etwas zu mir darüber, aber sie wussten alle Bescheid und ich war mir dessen sehr bewusst. Ich brauchte eine Weile, um zu realisieren, dass ich den Zugang, den andere Menschen hatten, nur bekam, weil sie jemanden kannten“, sagte die Schauspielerin vor einer Weile dem ‚Guardian‘ dazu.

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