Kleiner, leichter, günstigerMittelklasse-Handy von Google: Was kann das Pixel 6a?

SpotOn NewsSpotOn News | 21.07.2022, 22:44 Uhr
Das Pixel 6a von Google gehört dank des Tensor-Chips zur Spitze der Smartphone-Avantgarde. (elm/spot)
Das Pixel 6a von Google gehört dank des Tensor-Chips zur Spitze der Smartphone-Avantgarde. (elm/spot)

Google

Etwa acht Monate nachdem Google mit dem Pixel 6 und dessen Pro-Variante die Künstliche Intelligenz Hosentaschen-ready gemacht hat, bekommen die Flaggschiffe mit dem Pixel 6a ein kleines Geschwisterchen. Das dürfen User von dem Gerät erwarten.

Google bringt mit dem Pixel 6a ein neues Mittelklasse-Smartphone auf den Markt, das mit dem bisherigen Rezept der a-Reihen bricht. Bislang lautete dies, die gute Kamera der Flaggschiff-Geräte in ein schmaleres Gehäuse mit kleinerem Display zu packen und mit einem langsameren Prozessor auszustatten. So wurde das Pixel 4a zu einem der beliebtesten Smartphones der letzten Jahre, das vor allem mit einer in seiner Klasse unschlagbaren Fotoqualität überzeugte. Wie Google seine Herangehensweise beim Pixel 6a neu gedacht hat.

Preis, Release, Ausstattung

Wer sich das Google Pixel 6a anschaffen möchte, kann es ab dem 21. Juli 2022 über den offiziellen Google-Store vorbestellen, der Release erfolgt eine Woche später, am 28. Juli 2022. Vorbestellern legt Google die Kopfhörer „Pixel Buds A-Series“ obendrauf (Neupreis 99 Euro). Der offizielle Preis für das Smartphone liegt bei 459 Euro. Dafür bekommen Kundinnen und Kunden ein Gerät, in dem fast alle Stärken seiner großen Geschwister Pixel 6 und Pixel 6 Pro enthalten sind. Das gilt im Besonderen für Googles Tensor-Chip, der KI-Optionen wie die Diktierfunktion, den „Magic Eraser“ oder Echtzeit-Übersetzungen ermöglicht – offline und damit auf dem Gerät selbst statt über das Internet und die Cloud.

Die beachtliche Rechenleistung kommt auch dem Fotoalgorithmus zugute, der aus den zwei Rückkameras das Maximum herausholt und klasse Ergebnisse liefert. Auch der Sicherheitschip Titan M2 ist im Pixel 6a verbaut, um private Daten verlässlich abzusichern. Im Vergleich mit Googles Pixel 6 (8GB RAM) und 6 Pro (12GB RAM) ist dagegen mit 6 GB RAM etwas weniger Arbeitsspeicher verbaut, was sich jedoch im normalen Alltagsgebrauch nur unter Volllast bemerkbar macht.

Display, Akku, Extras

Fotos, Videos und Co. werden auf einem 6,1 Zoll großen OLED-Display dargestellt, das mit 2.400×1.080 Pixeln (FHD+) auflöst und eine Bildwiederholfrequenz von bis zu 60 Hertz hat. Hier müssen 6a-Nutzer im Vergleich zu den großen Geschwistern Einbuße hinnehmen, denn diese sind etwas größer (6,4 und 6,7 Zoll) und haben eine Bildwiederholfrequenz von bis zu 90 beziehungsweise 120 Hertz. Dafür überzeugen die 24 Bit Farbtiefe (16 Millionen Farben), die im Praxistest etwas gedeckter wirken als die Farben des Pixel 6 und 6 Pro.

Google folgt darüber hinaus weiterhin dem Trend, die Kopfhörerbuchse abzuschaffen. Wer per Headset telefonieren oder Musik hören möchte, muss dies mit Bluetooth-Geräten machen. Dafür ist das Smartphone IP67-zertifiziert, will heißen: Es ist staub- und wasserdicht. Bei Letzterem gilt allerdings Vorsicht, denn das Pixel 6a ist im Gegensatz zu seinen großen Geschwistern (IP68) damit höchstens für kurzzeitiges Untertauchen unter Wasser geeignet. Google weist außerdem das Smartphone als Dual-SIM-fähig aus und bietet Platz für eine physische Nano-SIM-Karte und eine digitale eSIM.

Betrieben wird das Ganze von einem Akku mit 4.410 mAh Kapazität, der bei normaler Nutzung einen Tag durchhält und sich mit bis zu 18 Watt schnellladen lässt. Anders als bei den anderen Pixel-6-Modellen können User das 6a nicht kabellos mit Strom betanken. Lob verdient zu guter Letzt die von Google in Aussicht gestellte Fünfjahres-Sicherheitsupdate-Garantie. Ausgeliefert wird das Pixel 6a standardmäßig mit Android 12, ein Update auf Android 13 dürfte bald folgen. Google verspricht, das Pixel 6a werde „zu den ersten gehören, die das Android-13-Update erhalten werden“.

Google Pixel 6a – Fazit

Das Pixel 6a ist ein klasse Smartphone der gehobenen Mittelklasse, das dank seines KI-fähigen Prozessors Features liefert, die auch in der Oberklasse auf Google-Geräten zu bekommen sind. Der Preis von 459 Euro ist dafür zwar angemessen, doch für viele Interessenten dürfte sich der Blick auf das reguläre Pixel 6 lohnen. Dieses kostet 649 Euro, ist aktuell jedoch bei verschiedenen Anbietern für deutlich unter 600 Euro zu bekommen. Je nachdem wie viel Rabatt Großhändler wie Saturn oder MediaMarkt gewähren, kann der relativ geringe Aufpreis einen richtig guten Deal darstellen.