22.10.2020 10:39 Uhr

Moritz Bleibtreu: Eine Filmkatze wurde ihm fast zum Verhängnis

Auf der Leinwand spielt Moritz Bleibtreu oft den Chaoten, im wirklichen Leben ist der Schauspieler allerdings ein eher ordnungsliebender Zeitgenosse. „Unordnung im Allgemeinen mag ich nicht so gerne“, gesteht er im Gespräch mit Barbara Schöneberger für deren barba radio-Talkshow „Mit den Waffeln einer Frau“.

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„Ich habe es auch gerne zu Hause sauber. Ich mag gerne saubere Autos und saubere Turnschuhe.“ Auch wenn es mal den Modetrend zu ungeputzten Sneakers gab, betont Bleibtreu: „Den hat es für mich nie gegeben.“

Ordnungsliebe

Nichtsdestoweniger scheint ein Bereich zu existieren, der vor der Ordnungsliebe des Hamburgers sicher ist: Heimwerken. So habe er beispielsweise keinen Werkzeugkasten: „Ich finde Werkzeugkasten schon ziemlich geil, habe ich aber nicht. Ich habe eine Schublade.“ Auf die Frage von Barbara Schöneberger, ob er beispielsweise einen Hasenstall zusammenbauen konnte, antwortet er eher zweideutig: „Es gibt sicherlich Menschen, die besser Hasenstalle bauen können als ich.“

Die Sache mit dem Kater

Dabei mangele es ihm gewiss nicht an Tierliebe: „Ich mag Tiere sehr. Ich habe einen Kater. Einen Kater mit einem kaputten Hinterbein.“ Eine Katze sei es auch gewesen, die ihm die bislang heftigsten Publikumsreaktionen seiner Karriere beschert habe. In dem Film „Die dunkle Seite des Mondes“ gebe es eine Szene, in der die von ihm verkörperte Figur eine Katze umbringe. Bleibtreu: „Das kannst du nicht machen.“ Dementsprechend habe es negative Kommentare nur so gehagelt. Der Schauspieler weiß: „Hunden weh tun, Katzen weh tun – dann hast du verloren. Das mache ich nicht noch mal.“

„Empathie kann nicht falsch sein“

Selbstverständlich habe man beim Dreh keineswegs mit einer echten Katze gearbeitet. „Es war ein wirklich schlechter Dummy, was mich unheimlich aufgeregt hat“, erinnert er sich. Er habe nämlich befürchtet, dass jeder den Dummy sofort erkennen und die Szene dadurch unglaubwürdig würde. Aber es kam bekanntlich anders. Den Reaktionen des Publikums könne er trotz allem etwas Gutes abgewinnen: „Ich finde das gut, das ist Mitgefühl, das ist eine schöne Sache. Empathie kann gar nicht falsch sein. Egal, ob zu Katze, Hund oder Mensch.“

Derzeit ist Bleibtreu mit seinem Regiedebüt „Cortex“ im Kino zu gehen.

Das Interview mit Moritz Bleibtreu gibt es am Samstag, den 24. Oktober 2020, ab 11:00 Uhr in der Radio-Talkshow „Mit den Waffeln einer Frau“ auf barba radio. Das Format läuft immer samstags von 11:00 bis 13:00 Uhr und sonntags von 16:00 bis 18:00 Uhr. barba radio ist auf www.barbaradio.de und via App zu empfangen.