Mittwoch, 4. Januar 2012 18:36 Uhr

Moritz Bleibtreu in „Die vierte Macht“: Die ersten Bilder

Berlin. ‚Die vierte Macht‘ erzählt die packende Geschichte des Szenejournalisten Paul Jensen, der auf der Suche nach sich selbst in Moskau zum Opfer innenpolitischer Intrigen Russlands wird. Der actiongeladene Thriller zeichnet ein spannendes und politisch hoch brisantes Bild des modernen Moskaus, wo archaische Machtstrukturen, ausschweifende Lebensstile und politischer Aktivismus ungebremst aufeinander¬prallen.

Die UFA Cinema Produktion, für die Regisseur Dennis Gansel („Die Welle“, „Napola – Elite für den Führer“) auch Idee und Drehbuch lieferte, wurde in Moskau, Kiew, Landshut und Berlin gedreht. Für den 38-jährigen Dennis Gansel ist es sein erster englischsprachiger Film.

Deutscher Kinostart ist der 1.März.

In der Hauptrolle wird mit Moritz Bleibtreu (40, „Soul Kitchen“, „Der Baader Meinhof Komplex“) einer der talentiertesten und spannendsten Schauspieler Deutschlands zu sehen sein. Weitere deutsche Schauspielgrößen wie Max Riemelt („Die Welle“, „Im Angesicht des Verbrechens„) und Stipe Erceg („Der Baader Meinhof Komplex“, „Die fetten Jahre sind vorbei“) sowie auch internationale Schauspieler wie Rade Serbedzija („Harry Potter und die Heiligtümer des Todes: Teil 1“, „Batman Begins“, „Snatch“, „Mission: Impossible 2“) und Kasia Smutniak („From Paris with Love“) komplettieren den hochkarätigen Cast.

Dennis Gansel sagte über den Film: „Auf die Idee bin ich durch mein Regiedebüt „Das Phantom“ gekommen, das ja auch schon eine Verschwörungstheorie zum Inhalt hatte, die so genannte dritte Generation der RAF. Das fand ich sehr spannend, deshalb fing ich im Herbst 1999 mit Recherchen an und traf mich mit vielen Leuten. Je tiefer ich in die Materie eintauchte, desto interessanter fand ich das. Ich recherchierte auch viel über Italien, über die Brigate Rosse. Im Jahr 2000 entwickelte ich ein Drehbuch namens „Rote Brigaden“, das in Italien spielt und von dem Anschlag auf Aldo Moro handelt.“

Den Film habe er damals aber dann doch nicht gedreht. „Im Winter 2004/2005 unternahm ich eine Russlandreise und stellte „Napola“ u. a. in Moskau vor. Damals lernte ich viele Russen kennen – nicht nur die Offiziellen vom Festival, sondern auch Journalisten, Medienleute, Praktikanten und normale Zuschauer, und die erzählten mir von ihren Arbeitsbedingungen, vom Leben im Allgemeinen. Anschließend ging es nach Sankt Petersburg, und dort fiel mir vor allem die enorme Polizeipräsenz auf. 2006 wurde der Mordanschlag auf Anna Politkowskaja verübt, und da wusste ich, darüber muss ich was machen. Ich kramte meine Recherchen hervor und fing 2008 an gemeinsam mit Nina Maag bei UFA Cinema dieses Drehbuch zu entwickeln.“

Gedreht wurde der Film komplett in Englisch. Dazu erzählte Gansel: „Moritz spricht akzentfreies Englisch – wenn man von ihm einen deutschen Einschlag haben will, muss man das wirklich mit ihm trainieren. Die russischen Figuren sprechen untereinander Russisch, und alle anderen sprechen Englisch miteinander. Die größte Herausforderung hat wohl Max Riemelt zu bewältigen, der ja Deutscher ist, aber als Russe besetzt wurde – wenn er Englisch spricht, muss er das natürlich mit russischem Akzent tun!“

Auf Englisch zu drehen (für Gansel war es das erste Mal), bedeutet auf jeden Fall mehr Aufwand. „Man brütet über den Texten, arbeitet mit Übersetzern – wir haben einen russischen und englischen Dolmetscher am Set, und es ist so, dass wir jeden Abend komplett alles proben, alle Texte durchgehen. Wenn wir fertig geprobt haben, holen wir den russischen und den englischen Dialogcoach dazu, die hören sich alles an, und dann wird gefeilt. Dann lassen wir es sacken, und am nächsten Morgen wird gedreht.“

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