Murmelrollspiel „Zauberberg“ ist Kinderspiel des Jahres

dpadpa | 20.06.2022, 12:00 Uhr
Die drei Kinderspiele "Auch schon clever" (Wolfgang Warsch/Schmidt Spiele), "Mit Quacks und Co. nach Quedlinburg" (Wolfgang Warsch/Schmidt Spiele) und "Zauberberg" (Amigo).
Die drei Kinderspiele "Auch schon clever" (Wolfgang Warsch/Schmidt Spiele), "Mit Quacks und Co. nach Quedlinburg" (Wolfgang Warsch/Schmidt Spiele) und "Zauberberg" (Amigo).

Marcus Brandt/dpa

Es darf wild gerollt werden: Ein schräg gestelltes Brettspiel hat Spieleexperten in diesem Jahr so überzeugt, dass sie es zum Kinderspiel des Jahres ernannt haben.

Ein zur Murmelbahn umfunktioniertes Brettspiel mit Zauberlehrlingen und Hexen im Wettlauf gegeneinander ist zum Kinderspiel des Jahres 2022 gekürt geworden.

„Zauberberg“ aus dem Amigo-Verlag setzte sich damit gegen zwei andere nominierte Spiele durch. „Wenn die erste Kugel rollt, wissen die Kinder sofort, was das Spiel von ihnen will“, sagte Jury-Koordinator Christoph Schlewinski vom Verein Spiel des Jahres am Montag in Hamburg.

Bei „Zauberberg“ von den Autoren Jens-Peter Schliemann und Bernhard Weber sind die Kinder kleine Zauberlehrlinge, die mithilfe von Irrlichtern (bunte Murmeln) schnell den Weg zum Zauberer Balduin am Fuß des Berges schaffen müssen. Wen auch immer die aus einem Beutel gezogene und in eine von mehreren Bahnen gesetzte Kugel trifft, der darf weiterziehen. Dabei gilt es, schneller als die Hexen zu sein, denen die Irrlichter ebenfalls helfen.

Miteinander statt gegeneinander

Das kooperative Brettspiel – die Kinder spielen mit- und nicht gegeneinander – wird dabei zur schräg gestellten Murmelbahn. Auf den Bahnen suchen sich die Murmeln stets ihren eigenen Weg. Das macht es immer wieder neu spannend für die Spieler.

Nominiert waren für den Kritikerpreis des Vereins Spiel des Jahres zudem „Mit Quacks und Co. nach Quedlinburg“ und „Auch schon clever“ aus dem Schmidt-Verlag – beides Kinderversionen von Erwachsenenspielen des Autoren Wolfgang Warsch.

Insgesamt hatte die Jury aus Fachjournalisten gemeinsam mit Kindern und Familien rund 70 Spiele für Drei- bis Achtjährige mehrfach gespielt und begutachtet – und damit deutlich weniger als in den vergangenen Jahren. In diesem Jahr ist der Preis zum 21. Mal verliehen worden, erstmals seit Beginn der Corona-Pandemie vor mehr als zwei Jahren wieder in einer Präsenzveranstaltung.