Mittwoch, 21. August 2019 16:05 Uhr

Nach Rezo-Schelte: Der DJV-Chef geht in die Knie

Foto: Patrick Hoffmann/WENN.com

Sein Video „Zerstörung der CDU“ hat hohe Wellen geschlagen. Jetzt greift Youtuber-Derwisch Rezo die klassischen Print-Medien frontal an (wir berichteten). Der Deutschen Journalisten-Verband hatte darauf reagiert, rudert jetzt aber zurück.

Der Vorsitzende des Deutschen Journalisten-Verbands (DJV), Frank Überall, hat sich beim Youtuber Rezo für seine Kritik an dessen jüngstem Video entschuldigt. „Da habe ich mich mit meiner zugespitzten Kritik vergaloppiert, sorry. Deine Medienkritik war mir persönlich in Teilen zu heftig, grundsätzlich wirfst Du aber auch viele wichtige Fragen auf. Vielleicht unterhalten wir uns darüber mal? Würde mich freuen“, schrieb Überall am Mittwoch auf Twitter.

Erstaunlich, dass sich sogar ein etablierter Journalistenverband von einem kleinen Youtuber, der augenscheinlich nichts vom Zeitunglesen hält, am Nasenring durch die Manege ziehen lässt.

„Die Sache ist für mich erledigt“

Rezo twitterte jedenfalls umgehend zurück: „Update: Der Vorsitzende hat sich entschuldigt, und damit ist diese Sache für mich erledigt. Da sollte jetzt auch niemand respektlos nachtreten.“ Die Reaktion habe ihn gefreut, sagte Überall der Deutschen Presse-Agentur.

Rezo hatte als Gast beim Youtube-Kanal „Space Frogs“ seinem Ärger über Zeitungen Luft gemacht. Der DJV hatte am Dienstag seine Äußerungen kritisiert, die entsprechende Pressemitteilung kurz darauf aber zurückgezogen. Die DJV-Reaktion hatte nicht zuletzt in den sozialen Medien Widerspruch provoziert. „Das hat in der Tat Diskussionen ausgelöst“, sagte DJV-Sprecher Hendrik Zörner am Mittwoch. Mit dem Ausmaß der Kritik habe der Verband nicht gerechnet. (dpa/KT)

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