Es geht auch um SchadensersatzNach Todesschuss am „Rust“-Set: Alec Baldwin verklagt Crew-Mitglieder

Alec Baldwin möchte nach der "Rust"-Tragödie seinen guten Ruf wiederherstellen. (lau/spot)
Alec Baldwin möchte nach der "Rust"-Tragödie seinen guten Ruf wiederherstellen. (lau/spot)

imago/ZUMA Press

SpotOn NewsSpotOn News | 12.11.2022, 16:04 Uhr

Nach dem tödlichen Schuss am Set des Westerns "Rust" vor über einem Jahr hat Alec Baldwin nun gegen Mitglieder der Film-Crew Klage eingereicht. Sie sollen fahrlässig ihre Sorgfaltspflicht verletzt haben. Auch um eine Entschädigung geht es Baldwin.

Über ein Jahr ist es mittlerweile her, dass sich am Set des Westerns „Rust“ eine fürchterliche Tragödie abgespielt hat. Eine Waffe in der Hand von Schauspieler Alec Baldwin (64) tötete Halyna Hutchins (1979-2021), die Kamerafrau des Films.

Seit diesem schicksalhaften Oktobertag in New Mexico dauert die juristische Aufarbeitung des Vorfalls an. Nun hat erstmals Todesschütze Baldwin selbst Klage erhoben, wie „CNN“ berichtet. Der Darsteller verklagt demnach die Waffenmeisterin des Films, einen Regieassistenten und weitere Crew-Mitglieder wegen Fahrlässigkeit.

Beklagte sollen Sorgfaltspflicht verletzt haben

In der Klageschrift heißt es: „Diese Tragödie geschah, weil echte Kugeln zum Set geliefert und in die Waffe geladen wurden“. „Rust“-Waffenmeisterin Hannah Gutierrez Reed habe es versäumt, „die Kugeln oder die Waffe sorgfältig zu prüfen“, während Regieassistent David Halls trotz unterlassener Prüfung der Pistole Baldwin diese mit den Worten gereicht habe, dass es sich um eine „sichere“ Waffe handele. Kläger Baldwin sei in Unkenntnis dieser Tatsachen gewesen, während die Beklagten ihre Pflicht verletzt hätten, das Set des Films sicher zu halten.

Mit der nun von ihm eingereichten Klage zielt Darsteller Baldwin darauf ab, seinen guten Ruf wiederherzustellen, und eine Entschädigung zu erhalten. Neben den bereits Erwähnten nennt die Klageschrift auch Requisiteur Sarah Zachry sowie den Munitions- und Waffenlieferanten Seth Kenney als Beklagte. Bereits Anfang Oktober hatte sich Baldwin in einem anderen Rechtsstreit außergerichtlich mit den Angehörigen der verstorbenen Hutchins geeinigt. Dem Schauspieler wurde widerrechtliche Tötung vorgeworfen.