Narren trotzen Corona am „Schmotzigen Dunschtig“

Ein Schild in Mühlheim an der Donau warnt: ««Achtung! Narrentreiben». Coronabedingt wird  dieses Jahr aber mit Abstand und online gefeiert.

Felix Kästle/dpa

11.02.2021 12:40 Uhr

In Zeiten des pandemiebedingten Lockdowns ist alles anders als sonst. Doch die die Narren in Baden-Württemberg sind trotz aller Beschränkungen los.

Mit corona-gerechten Aktionen haben die Narren in Baden-Württemberg am „Schmotzigen Dunschtig“ die heiße Phase der Fastnacht eingeläutet.

In Weingarten trafen sich am Donnerstagmorgen etwa einige wenige Narren vor dem Rathaus, um die Fastnacht auszurufen. Mit Hilfe von speziell präparierten Schwertern oder langen Streckscheren verteilten sie mit Sicherheitsabstand Walnüsse und Süßigkeiten. Die Zunft hatte die Aktion vorher geheimgehalten, um keine Menschenansammlung herbeizuführen.

In Furtwangen feierten gläubige Fastnachts-Freunde am Morgen eine Narrenmesse. Kostümierte Besucher lauschten der fastnachtlich angehauchten Predigt des Pfarrers, der zu diesem Anlass mit Mütze und Sonnenbrille erschien. Wer teilnehmen wollte, musste sich vorab anmelden. Maximal 75 Personen hatten Zutritt zur katholischen Kirche St. Cyriak.

Am Donnerstag vor dem Aschermittwoch beginnt in Baden-Württemberg normalerweise die Fasnet-Hauptsaison – mit Aktionen wie Schulbefreiuungen oder Rathaussturm. In diesem Jahr ist wegen der Corona-Beschränkungen alles anders. „Wir haben die Zünfte ermutigt, dass sie trotz allem etwas machen“, sagte Klaus-Peter Klein, Narrenmeister des Verbands Oberrheinischer Narrenzünfte. Es gehe darum, ein Zeichen an die Bevölkerung zu senden und zu zeigen, dass es die Fastnacht noch gebe.

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