15.10.2020 23:19 Uhr

Nena wird nicht die Nr. 4: Was in ihrem Post wirklich steht

Nachdem sich erst letzte Woche Michael Wendler mit haarsträubenden Verschwörungstheorien aus dem Showbiz-Zirkus katapultiert hat, meldet sich nun Ur-Aluhut Attila Hildmann zu Wort.

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Ende letzter Woche erklärte Schlagersänger Michael Wendler in einem selbstgedrehten Video, warum er aus der kommenden DSDS-Staffel aussteigt. Dabei warf er u.a. mit schweren Vorwürfen in Richtung Bundesregierung und RTL. Alles Deppen. Nur er nicht.

Das Ende einer langen Karriere

Seiner Meinung nach würden beide gegen Verfassung und Grundgesetz verstoßen. Von „Gleichschaltung“ und „politischer Steuerung“ war in Wendlers wirrem Video mit vorgefertigtem Text die Rede. Die Reaktion darauf kam prompt: RTL und viele Kooperationspartner distanzierten sich flugs von dem Zettelableser („Ich bin Michael Wendler, ich habe keine Angst!“) und beendeten die Zusammenarbeit. Das dürfte wohl das Ende einer erfolgreichen Karriere gewesen sein.

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„Ich bin wie die Schweiz“

Jetzt stellt sich nur noch die Frage, ob Michaels verschwurbelte Theorien auch seine Frau Laura Müller und ihre Influencer-Karriere mit in den medialen Abgrund reißen könnten. Aktuell hält sich die 20-Jährige noch fast bedeckt und will sich zu Michaels Ansichten nicht öffentlich äußern: „Bezüglich des Themas Corona bin ich wie die Schweiz, ich bin neutral und unpolitisch!“

Dass sich Michael Wendler aber aktuell nicht wie die Schweiz verhält, dürfte vor allem TV-Koch und Verschwörungstheoretiker Attila Hildmann freuen. Inzwischen stehen die beiden offenbar in ständigem Austausch. „Wir reden regelmäßig“, erklärte der vegane Koch im Gespräch mit der „Bild“-Zeitung.

Attila steht mit „10 Top Promis in engem Kontakt“

Allerdings verriet Attila Hildmann auch, dass er nicht der entscheidende Faktor für Wendlers Aussagen gewesen sei. Der „Sie liebt den DJ“-Sänger habe sich seine eigene Meinung schon vorher gebildet. Neu sei halt, dass er jetzt öffentlich zu seinem Gedankengut stünde.

Laut Hildmann sei es nur eine Frage der Zeit, bis sich noch weitere Promis öffentlich als Corona-Leugner outeten. Auf Instagram sagte Hildmann, dass er angeblich „mit 10 Top Promis in engem Kontakt“ stünde. Diese Personen des öffentlichen Lebens würden sich bald auch gegen die aktuelle „Corona-Diktatur“ aussprechen. Womit wir endlich bei Nr. 4 wären. Nena.

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Gehört Nena zu Attilas Netzwerk?

Mit der Hilfe der prominenten Unterstützer wolle man die Reichweite ausbauen, um „Volksverräter“ aus dem Medienbereich ins Hochsicherheitsgefängnis zu stecken.

Im Netz stellen sich aktuell schon viele die Frage, ob Sängerin Nena sich nun auch unter die Verschwörungstheoretiker begeben hat. Mit einem kryptisch-religiösem Post am Mittwoch sorgte die 60-Jährige für reichlich Spekulationen – vor allem bei Corona-Befürwortern.  Schnell wurde sie in die Ecke der Verschwörungstheoretiker gerückt.

Die große Nena (1,68m) schrieb zu einem Videoclip mit einer Frau mit weißer Flagge: „Ich habe meinen tiefen Glauben an Gott. Daher kommt mein Vertrauen ins Leben. Und ich habe meinen gesunden Menschenverstand, der die Informationen und die Panikmache, die von außen auf uns einströmen, in alle Einzelteile zerlegt.“ Und weiter: „So ist es mir möglich, mich nicht hypnotisiert von Angst in die Dunkelheit ziehen zu lassen. Lasst uns ins Licht gehen und für die Liebe stehen, denn trotz allem Wahnsinn, den wir hier erleben, glaube ich und weiß, dass der positive Wandel nicht mehr aufzuhalten ist.“ Ein Herzchen gab’s dafür von Xavier Naidoo.

„Wir lesen kein politisches Statement“

Und „Der Spiegel“ lachte laut drüber: „Wir lesen kein politisches Statement, sondern esoterisch durchzitterte Zeilen von rührender Unbeholfenheit“, schrieb Arno Frank in seinem hinreißenden Kommentar. Weiter heißt es da: „Nena mag durchaus verstrahlt sein, ihre Wellenlänge unterscheidet sich dennoch deutlich von der anderer Krieger des Lichts. Jedenfalls ist aus ihren Worten nicht abzuleiten, dass sie demnächst in den Untergrund (oder zu Telegram) geht, von ’99 Aluhüten‘ zu singen beabsichtigt oder zusammen mit QAnon den Reichstag anzuzünden.“

Hätte man den Nena-Post, der teils klingt wie einer von Nina Hagen in ihrer esoterischen Hoch-Zeit, besser beschreiben können?

Mit Nena kann Hildmann offenbar nicht punkten.  Die 60-Jährige Frau Kerner, die sich offenbar bevorzugt aus Luft, Liebe und Licht nährt, schickte heute nochmal ihr Management vor und ließ dem Blatt mit den vier Großbuchstaben erklären: „Wir sehen einige Maßnahmen kritisch – zum Beispiel Maskenpflicht für Kinder und dass Familienmitglieder Sterbende nicht besuchen und begleiten dürfen – und wie Nena schon vor Wochen gesagt hat: ‚Angst ist kein guter Berater‘.“ Genau.

Wer also kommt nach Attila Hildmann, Xavier Naidoo und Michael Wendler als Nr. 4? (DA/PV)

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