Samstag, 8. September 2018 18:55 Uhr

Neue Pilawa-Show: Wieder mal ein Treffen der Showgiganten

Foto: NDR/ARD/Max Kohr

Gibt es eigentlich noch eine Show im deutschen Fernsehen, die ohne Quizzes, Jury, Rankings und Challenges auskommt? Nein. Schwierige Fragen, starke Gegner, anstrengende Runden – die neue Pilawa-Quizshow „Ich weiß alles!“ will „einen Hauch von ‚Einer wird gewinnen‘ in den Samstagabend“ zurückbringen. Prominent besetzt ist sie zumindest.

Doch man fragt sich: Wo bitteschön ist eigentlich die omnipräsente Barbara Schöneberger? Die haben wir doch erst am Donnerstag- und Freitagabend (gleich zweimal!) gesehen.

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65 Jahre ist es her, dass die erste Quizsendung im deutschen Fernsehen auf Sendung gegangen ist – so betont es Jörg Pilawa. Seitdem sind viele gekommen und gegangen. Pilawa selbst hält sich als Quizshow-Moderator wacker und kommt nun mit einer neuen Sendung um die Ecke. „Ich weiß alles!“ ist die neue Samstagabend-Show, die mit prominenter Besetzung und außergewöhnlichen Kandidaten überzeugen will.

Am heutigen Samstag wird sie zum ersten Mal ausgestrahlt – natürlich um 20.15 Uhr.

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Gestern bei RTL, heute in der ARD

Schon in der ersten Sendung treffen drei Show-Giganten aufeinander: Pilawa, Jauch, Gottschalk. Letztere waren gestern Abend erst bei RTL zu sehen und sind daher im Team alles andere als eine Überraschung. Während Günther Jauch fester Bestandteil des Sendungs-Konzepts ist, gehört Thomas Gottschalk zum Experten-Team, das in jeder Show neu besetzt wird. Denn die Kandidaten müssen sich in drei Runden mit je drei Fragen gegen starke Gegner durchsetzen.

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In der ersten Runde geht es gegen eben jene Experten. In der Sendung am Samstag ist das eine rein männlich besetze Gruppe aus Thomas Gottschalk für das Thema Beatles, Schauspieler Ben Becker für alles rund um Goethe, Filmemacher Til Schweiger zum Thema Hollywood und Fußball-Gigant Lothar Matthäus, der sich mit den Fußballweltmeisterschaften auskennt.

Gegen wen der Kandidat spielt, entscheidet ein Losverfahren. Shows können grausam sein.

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1.000 Studiogäste

Übersteht der Kandidat die erste Runde, tritt er gegen das Publikum an. 1.000 Zuschauer sitzen im Studio. „So viele Leute gab es in einer Quizshow noch nie im Publikum“, sagte Pilawa. Der Kandidat spielt jedoch nicht gegen alle 1000. Bei jeder Frage hat er die Wahl, zwischen den Frauen über oder unter 50 Jahren oder den Männern über oder unter 50.

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Ist das geschafft, geht es noch immer nicht ums Preisgeld von 100.000 Euro, sondern in die dritte Runde vor dem Finale. Dann nämlich gegen die „Giganten“. Das sind – es handelt sich immerhin um eine Eurovisionssendung – die großen Quizmaster des deutschsprachigen Fernsehens.

Aus Österreich kommt Armin Assinger, der schon seit 2002 die dortige „Wer wird Millionär?“-Variante, die „Millionenshow“, moderiert.

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Aus der Schweiz sitzt Susanne Kunz als einzige Frau auf Kontrahenten-Seite mit am Giganten-Tisch, seit zehn Jahren Moderatorin der Quizshow „1 gegen 100“ im Schweizer Fernsehen. Und eben Günther Jauch, der mit „Wer wird Millionär?“ auf RTL in Deutschland ein Millionenpublikum hat.

Zu dritt dürfen sie sich beraten und eine gemeinsame Antwort auswählen, während der Kandidat mit schalldichten Kopfhörern und Dunkelbrille davon nichts mitbekommt.

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Hochkarätige Kandidaten

Drei Runden, die es in sich haben. Doch auch die Kandidaten sind nicht ohne. Darunter sind Professoren, Doktoren, ein Museums-Direktor, ein Verwandter von Albert Einstein, eine Quiz-Staatsmeisterin und viele, für die „Ich weiß alles!“ nicht die erste Quizshow ist und die von den „Giganten“ mit Namen begrüßt werden.

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Wer dann im Finale alle fünf Fragen richtig beantwortet und die Gegner aussticht, gewinnt das Preisgeld. Doch schon die erste Runde ist für viele schwierig. Denn wer will einem Lothar Matthäus etwas über Fußball vormachen – und wer kennt Goethes Werke besser als ein Schauspieler wie Ben Becker. „Ich weiß auch nicht alles“, versucht da ein Matthäus schon mal die Kandidaten zu beruhigen. Manche Fußball-Ereignisse versuche man ja auch schnell wieder zu vergessen, sagt er mit Augenzwinkern.

„Spektakulärer Wissenskampf“, „Extrem-Wissensrunden“ und „Superhirne“ als Kandidaten – damit will die ARD das Samstagspublikum überzeugen. Wie die Sendung ankommt, wiRd sich zeigen. „Ich wünsche mir für meine neue Samstagabendshow, dass wieder ein Hauch von ‚Einer wird gewinnen‘ auf den Samstagabend zurückkehrt“, sagt Jörg Pilawa. Für dieses Jahr sind insgesamt drei Austrahlungstermine geplant. Nach diesem Samstag geht es der 6. Oktober weiter. (Carolin Scholz, dpa)

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