Neue Staffel „Bull“: Erstaunlich aktuell und mit besonderem Dankeschön

Nähert sich seinem 100. Fall an: Dr. Jason Bull (Michael Weatherly). (stk/spot)
Nähert sich seinem 100. Fall an: Dr. Jason Bull (Michael Weatherly). (stk/spot)

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15.03.2021 10:13 Uhr

Am 17. März startet die fünfte Staffel der Serie "Bull" mit Michael Weatherly. Dabei haben die Macher in den neuen Folgen der Gerichtsserie auch die Corona-Situation einfließen lassen. Für den Gerichtspsychologen mit der besonderen Gabe entstehen damit ganz neue Herausforderungen.

Bei der heutigen Fülle an Serien auf einer stetig wachsenden Anzahl an Streamingdiensten ist Langlebigkeit ein teures Gut geworden. Schon manch ein vielversprechendes Serienprojekt ging im Überangebot unter und damit nach wenigen Staffeln oder gar Episoden baden. Umso beachtlicher ist es im so goldenen Serienzeitalter, sich beständig von der Konkurrenz abheben zu können. Eine Serie, die eine dieser Ausnahmen darstellt und nun schon seit fünf Jahren und insgesamt fast 100 Episoden seine Fans abzuholen weiß, ist „Bull“.

Die fünfte Staffel der Gerichtsserie feiert am 17. März (immer mittwochs um 20:13 Uhr) beim Pay-TV-Sender 13th Street ihre Premiere in Deutschland und könnte angesichts der darin angesprochenen Themen kaum relevanter und aktueller sein. Wer noch kein Anhänger der Serie ist, kann das jetzt nachholen und die Staffeln eins bis vier bingen, die aktuell auf Abruf zur Verfügung stehen. Warum sich das lohnt, erfahren Sie hier in einem (spoilerfreien) Abriss darüber, wie Titelheld Dr. Jason Bull (Michael Weatherly, 52) tickt, welche echte Figur Vorbild für den Serien-Charakter war und wer die Stars der Serie sind.

Noch kein „Bull“-Fan? Darum geht es in der Serie

„Bull“ folgt dem titelgebenden Dr. Jason Bull, der eine erfolgreiche Prozess-Beratungsfirma namens Trail Analysis Corporation, kurz TAC, gegründet hat. Gemeinsam mit einem Team an Spezialisten berät Bull bei Gerichtsverfahren, indem er und seine Kollegen Jury-Mitglieder und Prozesse analysieren und so für einen bestmöglichen Ausgang für die Klienten sorgen.

Ein Mitglied seines Teams ist der Anwalt Benjamin „Benny“ Colón (Freddy Rodriguez, 46), Bulls Ex-Schwager. Was ihre komplizierte Beziehung nicht einfacher macht, ist die Tatsache, dass Bull Anwälte verachtet, seit er selbst zweimal durch sein Examen gerasselt ist.

Vielen wird Bull-Darsteller Michael Weatherly noch von seiner Durchbruchrolle in der ambitionierten Serie „Dark Angel“ von James Cameron (66) ein Begriff sein, mit der auch eine gewisse Jessica Alba (39) groß herauskam. Weit länger als für die kurzlebige Sci-Fi-Serie spielte er als Special Agent Anthony „Tony“ DiNozzo in der Erfolgsserie „Navy CIS“ mit. Freddy Rodriguez hingegen sollten Fans der Serie „Six Feet Under“ oder des schrägen Splatterklamauks „Planet Terror“ von Robert Rodriguez (52) bestens bekannt sein.

Eine Rahmenhandlung, ein Vorbild, viele Fälle

„Bull“ weiß seine Zuschauer immer wieder mit unerwarteten Kniffen zu überraschen, baut in vielerlei Hinsicht aber auch auf liebgewonnene Tugenden traditioneller Serien auf. Die Staffeln werden von einer emotionalen Rahmenhandlung rund um das Privatleben der Figuren verbunden, die einzelnen Episoden und damit die Fälle können aber zumeist für sich alleinstehen. So wie es bei Crime-Klassikern der Marke „Navy CIS“ oder „Criminal Minds“ gang und gäbe ist.

Das Vorbild für den Titelhelden ist inzwischen übrigens selbst ein TV-Superstar. Die Serie basiert lose auf der Karriere von Dr. Phil McGraw (70), US-affinen TV-Zuschauern nur als „Dr. Phil“ wohlbekannt. Der gelernte Psychologe gründete selbst eine Trail-Consultant-Firma und half, wenn auch mit deutlich weniger Kopfhaar als „Bull“-Star Michael Weatherly, unter anderem schon Stars wie Oprah Winfrey (67) aus der juristischen Patsche. Die zeigte sich daraufhin gewohnt spendabel und verhalf McGraw zu seinem heutigen TV-Ruhm. Bei „Bull“ wirkt er von Folge eins an unter anderem als Ideengeber und ausführender Produzent mit.

Die Tücken mit Corona: Hier setzt Staffel fünf an

In den 16 neuen Folgen, die ab 17. März auf 13th Street zu sehen sein werden, müssen auch Bull und seine Kollegen mit den Tücken der Corona-Pandemie kämpfen. Wie etwa soll sein Team gewissenhaft und mit Erfolg seinen Job erledigen, wenn es virtuelle Anhörungen gibt oder die Jury mit Mundschutz im Saal sitzt?

„Bull“ hat wahrlich das Beste aus der misslichen Lage gemacht, in der sich die TV- und Kino-Industrie derzeit befindet. Statt wie die meisten anderen Produktionen Corona nicht zu thematisieren, schrieben die Drehbuchautoren eine Handlung um das „new normal“ herum, das die Menschen seit ziemlich genau einem Jahr beschäftigt. In der neuen Staffel ergeben sich so quasi von alleine neue Spannungsbögen für Jason Bull und sein Team, die, wie so viele Unternehmen in der Realität, nun selbst um ihre Existenz bangen müssen.

Ein besonderes Dankeschön für alle Fans, die der Serie auch über die schweren Corona-Monate hinweg die Treue gehalten haben, gibt es übrigens am Ende von Folge eins der neuen Staffel. Nur so viel: es wird musikalisch…