26.06.2020 09:33 Uhr

Neue Verschwörung: Robbie Williams macht den Xavier Naidoo

Aluhut-Alarm auf der Insel! Nachdem zuletzt diverse deutsche Promis unter die Verschwörungstheoretiker gegangen sind, schwadroniert neuerdings auch Superstar Robbie Williams mit zum Thema.

imago images / Matteo Gribaudi

In mehreren Youtube-Interviews schwurbelt der 46-Jährige über dunkle Mächte, das sogenannte „Pizzagate“ und äußert seine Sympathien für den rechten Verschwörungstheoretiker und Hardcore-Esoteriker David Icke. Klingt alles verdächtig nach unserem Vorzeige-Aluhut Xavier Naidoo? Ganz richtig.

Quelle: instagram.com

„Verdammt verdächtig“

Was bei dem „QAnon“ ist, heisst bei Robbie eben „Pizzagate“. Laut der „Pizzagate“-Theorie ist eine Pizzeria in Washington D.C. das Zentrum eines Kinderpornorings, in den auch die ehemalige US-Präsidentschaftskandidatin Hilary Clinton verwickelt sein soll.

Neue Verschwörung: Robbie Williams macht den Xavier Naidoo

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Angeblich belegen geleakte E-Mails zwischen Restaurant-Besitzern und Clintons Wahlkampfmanager diese Theorie. Beweise gibt es natürlich nicht.

Trotzdem ein gefundenes Fressen für den Frauenschwarm. In einem Videointerview mit dem wenig bekannten Youtuber Chris Thrall behauptet Robbie nämlich dass die Wortwahl in den angeblichen E-Mails „verdammt verdächtig“ sei.

„Diese Sache, von der wir glauben, dass sie passiert, ist vielleicht das Schlimmste, was man sich auf der Welt jemals vorstellen kann.“

Dämonische Energie

Und dann lässt er sich in dem Interview, das Thrall mit den Worten „The Great Awakening“ („Das große Erwachen“) überschrieben hat, auch noch zu einer Liebeserklärung an den Publizisten David Icke hinreißen, der als rechtsesoterischer Verschwörungstheoretiker erster Güteklasse gilt.

Icke vertritt unter anderem die These, die Illuminaten würden eine neue Weltordnung anstreben, in der die Menschheit versklavt wird. Die Corona-Pandemie ist für ihn natürlich nur ein Vorwand zur Erreichung dieses Ziels…

„Ich habe David ziemlich oft getroffen. Ich mag ihn wirklich. Ich mag seine Botschaft. Ich mag, was er zu sagen hat“, erklärt Williams. „Heißt das, dass er Recht hat? Ich weiß es nicht. Aber wenn du mir eine Knarre an den Kopf halten und von mir verlangen würdest, mich für eins von beidem zu entscheiden, würde ich nicht diese Arschlöcher wählen. Ich weiß zu viel über diese Arschlöcher.“

Und dann liefert der Superstar auch noch das absolut klassische Aluhut-Argument: „Diese dämonische Energie durchdringt doch das ganze Medien-System.“

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Robbie legt nach

Und Robbie belässt es nicht bei den verschwurbelten Vermutungen in dem Interview mit Thrall, der nur 18.000 Abonnenten hat, sondern legt auch gleich auf etwas größerer Bühne ordentlich nach.

So stellt er in einem Youtube-Interview mit der ehemaligen BBC-Journalistin Anna Brees ganz deutlich klar, dass es sich bei der „Pizzagate“-Verschwörungstheorie nicht um Fake News handele. Man habe bislang lediglich nicht „den richtigen Menschen an den richtigen Orten die richtigen Fragen gestellt.“

Auf Twitter kassiert Robbie für seine kruden Theorien neben dem Applaus der Verschwörungstheoretiker viel Kritik. Und auch eine gehörige Portion Spott bleibt nicht aus: „Robbie Williams gibt sich nun die Hand mit Attila Hildmann, Oliver Janich und Xavier Naidoo“, schreibt ein Nutzer.

Bösere Zungen behauten: „Er hat doch einen Mann geheiratet“. Andere machen sich über ihn als den „dicken Sänger von Take That“ oder seine früheren Drogeneskapaden lustig. Aber VIVA-Urgestein Nilz Bokelberg bringt es eigentlich auf den Punkt: „Leute, ihr müsst jetzt ganz stark sein: Wir haben Robbie verloren.“

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