13.08.2020 23:42 Uhr

Neues im Vermisstenfall Daniel Küblböck

Ex-DSDS-Star Daniel Küblböck soll zwei Jahre nach seinem tragischen Verschwinden für tot erklärt werden.

imago images / Future Image

Sänger und Unternehmer Daniel Küblböck (†33) soll 2018 bei einer Kreuzfahrt über den Atlantik über Bord gegangen sein. Nun wird der Vermisstenfall, der damals deutschlandweit für Schlagzeilen sorgte, offenbar bald zu den Akten gelegt.

Aufgebot des Amtsgerichts Passau

In einer am Donnerstag in der „Passauer Neue Presse“ veröffentlichten Anzeige – dem sogenannten „Aufgebot“ – des zuständigen Amtsgerichts  heißt es: „Der Verschollene wird aufgefordert, sich bis spätestens 25. September 2020 beim Amtsgericht Passau (…) – Abteilung für Verschollenheitssachen – zu melden, widrigenfalls er für tot erklärt werden kann.“ Die Aufforderung ergehe zudem „an alle, die Auskunft über den Verschollenen geben können, dem Gericht bis zu dem angegebenen Zeitpunkt Anzeige zu machen.“

Laut PNP sei deshalb das Amtsgericht Passau für das Verfahren zuständig, weil Küblböck seinen Hauptwohnsitz im Landkreis Passau hat. Zuletzt hatte der Künstler aber in Berlin gelebt, wo er an einer privaten Schauspielschule studierte und kurz vor dem Abschluss stand.

Quelle: instagram.com

Eine Person ging über Bord

Am 9. September 2018 soll der Sänger vor der Küste Kanadas über Bord der AIDAluna gegangen sein. Die Ermittler gehen bis heute von einem Suizid aus. Ursachen dafür sind unbekannt. Eine Überwachungskamera hatte schemenhaft aufgezeichnet, wie eine Person gegen 4 Uhr morgens (Ortszeit)vor der Küste Neufundlands über Bord ging.

Mit Stand Juli 2020 gab es auch über Interpol noch immer eine sogenannte „gelbe Ausschreibung“ zur Fahndung nach Küblböck als vermisster Person.

Quelle: instagram.com

Furioser Karrierestart bei DSDS

Der 33-jährige Sänger war 2002 durch die erste Staffel von „Deutschland sucht den Superstar“ bekannt geworden. Hinter Alexander Klaws und Juliette Schoppmann belegte er den dritten Platz. Seither sorgte Küblböck jahrelang für Medienpräsenz und Schlagzeilen.

So verursachte er am 24. Februar 2004 einen Unfall, bei dem das Auto, in dem er und zwei Bekannte saßen, mit einem Lkw zusammenstieß. Die Meldung über den „Gurkenlaster-Unfall“ schaffte es damals sogar in die Hauptausgabe der „Tagesschau“.

Anmerkung: Unser Schwarz-weiss-Teaserfoto oben zeigt Küblböck 2016 bei einem Fototermin zur  Bewerbung der ARD Doku-Reihe „Verrückt nach Fluss“ im Hamburger Hotel Atlantic.