Freitag, 10. April 2020 23:07 Uhr

Nico Santos über seinen berühmten Vater, Corona und Klopapier

Universal Music

Frauenschwarm Nico Santos ist ab dem 5. Mai in der neuen Staffel der VOX-Show „Sing meinen Song“ dabei. Gemeinsam mit Acts wie Max Giesinger, LEA oder auch MoTrip wird unter der Sonne Südafrikas gesungen, gelacht und auch geweint.

klatsch-tratsch.de sprach mit dem 27-Jährigen über sein aktuelles Leben in der Corona-Zeit und die damit verbundenen Veränderungen.

Nico Santos über seinen berühmten Vater, Corona und Klopapier

Foto: TVNOW / Markus Hertrich

Gerade war die Story, dass dein Vater der „Melitta-Mann“ ist, ganz oben in den Google-Trends. Dieser Fun-Fact geistert ja immer wieder mal durch die Medien, aber es ist ja nichts Neues. Was denkst du darüber, wenn das immer wieder aufkommt?
Ich finde es lustig. Es ist ja so getrendet, weil es die 32.000 Euro-Frage bei „Wer wird Millionär?“ war. Da habe ich dann gesehen, wie viele Leute eigentlich noch diese Sendung sehen, weil ich noch nie in meinem Leben so viele WhatsApp-Nachrichten zu irgendetwas bekommen habe. Von Luke Mockridge über Max Giesinger über LEA und Lotte: Einfach jeder Künstler, den ich kenne, hat mir einen Screenshot davon geschickt. Die haben sich alle totgelacht. Das war schon lustig für mich, aber da ich das jetzt schon 27 Jahre lang weiß, ist es nichts Neues für mich.

Durch die aktuelle Corona-Pandemie spielst du aktuell ja viele Wohnzimmer-Konzerte  …
Genau, dieses Zuhause-Festival habe ich ja ins Leben gerufen, weil man jetzt ja so viel Zeit hat. Da dachte ich mir, dass das cool wäre, so ein Festival für die Leute zu organisieren, die jetzt auch alle zu Hause sind. Das betrifft ja auch Künstler, die aktuell auf Tour gewesen wären, wie beispielsweise Max Giesinger, mit dem ich jetzt zeitgleich auf Tour gewesen wäre.

Ich habe ihn dann einfach gefragt, ob er nicht auch Bock hat, mitzumachen. Dann habe ich Johannes, LEA, Lotte und Michael Schulte gefragt. Es wurde dann immer größer. Jetzt haben wir die ersten Fragen aus Amerika und anderen Ländern bekommen – von Leuten wie Alma oder auch Lukas Graham. Es ist echt verrückt.

Wollt ihr das jetzt regelmäßig machen?
Nun ja, das war echt viel Stress und Arbeit. Letztes Mal waren jetzt 20 Künstler dabei und das alles so zu connecten, dass alle ihre Zeit-Slots bekommen, ist schon verrückt. Es hat dann aber doch alles gut geklappt. Wie lange wir das machen, wissen wir selbst nicht.

Wie ist es für dich alleine in deinem Zimmer zu spielen und zu wissen, dass da tausende Leute zusehen, aber trotzdem keine Resonanz in diesem Moment zu bekommen?
Es ist verrückt! Irgendwie bekommt man das Feedback ja doch – zum Beispiel über die Kommentare. Aber es ist trotzdem etwas vollkommen anderes.

Nico Santos über seinen berühmten Vater, Corona und Klopapier

Universal Music

Wie hat sich dein Alltag durch die Corona-Situation verändert?
Es ist alles komplett entschleunigt. Man hat plötzlich echt viel Zeit, um mit der Familie zu facetimen. Meine Eltern und meine Schwester wohnen auf Mallorca und da ist die Situation ja viel krasser. Die haben da ja gar keine Chance, überhaupt rauszugehen. Deshalb hat man jetzt ganz viel Zeit, auf Facetime ein bisschen Quatsch zu machen. Ich facetime auch mehr mit Freunden und habe jetzt auch mehr Zeit, Songs zu schreiben, sitze auch wieder mehr am Klavier. Ich glaube, man muss einfach das Beste daraus machen. Man muss es positiv sehen.

Welche Pläne kannst du jetzt konkret nicht umsetzen?
Meine Tour wäre jetzt gerade gewesen, die musste in den Herbst verlegt werden. Mein Album wird demnächst veröffentlicht und davor geht man eigentlich drei Wochen dafür auf Promo-Tour. Das fällt jetzt natürlich auch ins Wasser. Und der komplette Sommer und die Festivals befinden sich gerade noch in der Schwebe. Man weiß noch nicht, ob die Konzerte stattfinden dürfen oder eben nicht.

Nico Santos über seinen berühmten Vater, Corona und Klopapier

Universal Music

Siehst du da auch eine Chance in der Situation, dass du jetzt mit Leuten zusammenarbeiten kannst, die sonst halt sehr wenig bis gar keine Zeit hätten?
Ja, das macht man gerade ja sehr viel. Natürlich ist es schon cooler, sich live zu sehen, da man so auch auf andere Sachen kommt. Aber klar, man macht das Beste daraus. Es gibt jetzt eben mehr Skype-Sessions.

Wie können Künstler in Krisen ihre Reichweite sinnvoll? Wie nutzt Du gerade deine Reichweite?
Na zum einen durch das Festival, das ich organisiert habe. Es ist echt verrückt, wie viral das gegangen ist. Wenn man mal an den Zahlen sieht, wie viele Leute nur bei mir alleine über den Stream zugesehen haben: Es waren über 150.000 Menschen. Das ist quasi so als ob man zwei ganze Stadien in seinem Wohnzimmer vereint und dazu bewegt, zu Hause zu bleiben. Und das nur bei einem einzigen Künstler. In der ersten Woche waren wir ja acht Künstler. Das ist echt cool. Jeder hat seine Plattform und nutzt sie für den guten Zweck.

Nico Santos über seinen berühmten Vater, Corona und Klopapier

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Machst du durch die Quarantäne-Situation sonst noch irgendwelche Dinge – außer Musik – die du sonst die ganze Zeit irgendwie machen wolltest?
Um ehrlich zu sein, ist es so, dass meine Stimme durch die letzten Monate echt angeschlagen war und wenn ich dann noch drei Wochen auf Tour gegangen wäre, wäre es vielleicht noch brenzliger geworden … Für die Stimme ist das Ganze gerade echt sehr sehr gut. Generell ist es auch so, dass ich sehr gut alleine bleiben kann, deshalb fällt mir das Ganze gerade nicht sooo schwer. Man kommt einfach ein bisschen zur Ruhe und das ist gar nicht so schlecht.

Noch genügend Nudeln und Klopapier im Haus?
Ich habe auf jeden Fall keine Hamsterkäufe gemacht, aber ich habe genügend da. Meistens bestelle ich und alles andere habe ich auch zu Hause. (lacht)

Was ist das letzte Sache, die du mit dem Handy gemacht hast?
Ein Screenshot von dem Interview-Plan für heute.

Nicos neues Album erscheint am 24. April.

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