14.07.2020 12:17 Uhr

Nicolas Puschmann und Lars Tönsfeuerborn: „Es fühlt sich richtig an“

Nicolas Puschmann und Lars Tönsfeuerborn haben sich in der Datingshow "Prince Charming" gesucht und gefunden. Die beiden sind nicht nur zusammengezogen, sie arbeiten auch miteinander.

imago images/Future Image

Auch acht Monate nach der Ausstrahlung der ersten Gay-Datingshow „Prince Charming“ sind Nicolas Puschmann (29) und Lars Tönsfeuerborn (30) noch ein Paar. Die beiden wohnen nicht nur zusammen, sie haben auch einen gemeinsamen Podcast gestartet. „Ausdauersport Liebe“ ist exklusiv auf der Plattform Podimo zu hören. In jeder Folge geht es um eine der „36 Fragen der Liebe“. „Wir geben einen komplett ehrlichen und tiefen Einblick in unsere Beziehung“, verspricht das Paar im Interview mit der Nachrichtenagentur spot on news und zieht ein erstes Fazit über die vergangenen Monate.

Wie hat sich Ihre Beziehung seit „Prince Charming“ entwickelt?

Nicolas Puschmann: Nach zwei Ausstrahlungen und einer langen Zeit des Versteckens können wir endlich unsere Beziehung frei und offen leben. Wir sind im März zusammengezogen und arbeiten gemeinsam an unserem Podcast „Ausdauersport Liebe“. Nach acht Monaten können wir sagen, dass wir eine sehr glückliche und vor allem strapazierfähige Beziehung führen. Nach all den Herausforderungen der letzten Monate wirft uns so schnell nichts mehr aus der Bahn.

Ihre Fans lassen Sie mithilfe Ihres Podcasts „Ausdauersport Liebe“ weiterhin an Ihrer Beziehung teilhaben. Wie privat zeigen Sie sich in dem Format?

Lars Tönsfeuerborn: Wir geben einen komplett ehrlichen und tiefen Einblick in unsere Beziehung. Praktisch wie „Reality Audio“. Gerade bei Fragen um die Liebe ist es wichtig, offen und authentisch zu sein. Besonders im Medium Podcast würde es schnell auffallen, wenn wir den Hörern etwas vorspielen würden, denn nirgendwo anders ist man den Leuten so nah. Schließlich gehen wir direkt durch das Ohr in den Kopf.

Hatten Sie Bedenken, Ihre Liebe weiter so öffentlich zu präsentieren?

Puschmann: Bedenken hatten wir keine, aber natürlich haben wir uns überlegt, auf welchem Wege wir starten wollen. Schlussendlich haben wir uns für eine Eigenproduktion durch Lars‘ Firma PTO Media entschieden. Wir möchten am Ende gemeinsam und frei entscheiden, wie viel wir von unserer Beziehung zeigen und an die Öffentlichkeit tragen. Inzwischen merken wir aber, dass wir wirklich sehr viel preisgeben und die Fragen der jeweiligen Folge nicht beeinflussen können, denn die 36 Fragen der Liebe sind nun mal gesetzt.

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Wie sieht heute Ihr gemeinsamer Alltag aus?

Tönsfeuerborn: Wir arbeiten beide viel und sind andauernd unterwegs. Da ist es wichtig, die gemeinsame Zeit, die man hat, auch auszukosten. Wir gehen gemeinsam ins Bett und stehen morgens etwas versetzt auf. Ich brauche am Morgen etwas mehr Ruhe, um in den Tag zu kommen, Nicolas ist nach dem Aufwachen direkt voller Tatendrang (lacht). Dann wird gemeinsam gefrühstückt. Die Mahlzeiten sind uns besonders wichtig, als Zeit für uns. In dieser Zeit gibt es auch kein Handy am Tisch. Gerade wenn man so viel wie wir unterwegs ist und auch viel am Handy arbeitet, ist es eben wichtig, sich seine Auszeiten zu schaffen. Dies gilt dann auch für gemeinsame Abende. Wir blocken uns auch regelmäßig Wochenenden, an denen wir unsere Handys abstellen und die Zeit ausschließlich der Beziehung widmen, nur so kann es auf Dauer auch funktionieren.

Wie sind die Rollen in Ihrer Beziehung verteilt, wer macht zu Hause den Abwasch, wer kocht?

Puschmann: Ich bin der Koch in unserer Beziehung, Lars hasst die Küche. Im Gegenzug kümmert er sich um die Wäsche, putzt und räumt auf. Aber da legen wir uns auch nicht so streng fest. Außer beim Kochen. Wichtig ist für uns am Ende, dass wir auch im Haushalt als Team agieren und uns keine festen Rollen zuschreiben. Alles auf Augenhöhe.

Und wer macht nach einem Streit den ersten Schritt?

Tönsfeuerborn: Wir sind beide starke Charaktere und brauchen im Streitfall beide unsere Zeit. Unsere kommunikative Stärke ist für uns hierbei immer sehr hilfreich. Für uns beide ist die Kommunikation das Fundament einer glücklichen Beziehung. Bei uns verlässt keiner den Raum, bevor die Herausforderung nicht gelöst ist. Wir geben dem anderen einfach nur die Luft, die er zum Reflektieren braucht.

Was lieben Sie an Ihrem Partner besonders?

Tönsfeuerborn: Ich liebe an Nicolas, dass er mir Halt und Kraft gibt. Seine charismatische Art hat mich auf Kreta schon gepackt. Ich kann Stunden mit ihm lachen, aber auch meinen Tränen freien Lauf lassen. Für mich ist er die starke Schulter, die ich lange gesucht habe. So verspielt und verrückt er auch sein kann und glaubt mir, er kann sehr verrückt sein, so ernsthaft und zuverlässig ist er aber auch. Ich liebe diesen Mann einfach und das fühlt sich gut und richtig an!

Puschmann: Lars ist einfach eine wahnsinnig facettenreiche Person. Es macht wirklich Spaß, jede Seite an ihm zu entdecken und lieben zu lernen. Na ja gut, die eine mehr, die andere weniger (lacht). Das Gesamtpaket liebe ich einfach. Er ist für mich ein zuverlässiger Partner, mit dem ich durch gute und durch schlechte Zeiten gehen kann und mich zu 100% auf ihn verlassen kann. Er kann mich bei Herausforderungen unterstützen und gut zuhören, aber auf der anderen Seite jeden Scheiß mitmachen. Wir lachen sehr viel und sind kommunikationsstark und ein Team. Ja, Lars ist wirklich toll.

Wie sieht es um Ihre Zukunftspläne aus: Wünschen Sie sich eine Hochzeit und Kinder?

Tönsfeuerborn: Wir haben dieselben Vorstellungen von unserer Zukunft und natürlich spielen Hochzeit und eventuell Kinder eine Rolle für uns. Aber alles zu seiner Zeit. Wenn es so weit ist, wird man es bestimmt mitbekommen.

Warum scheitern so viele andere Kuppelshow-Pärchen, was machen Sie anders als beispielsweise Ihre „Bachelor“-Kollegen?

Puschmann: Es kann an der Belastung liegen, die eine öffentliche Beziehung mit sich bringt. Gerade die Phase des Versteckspiels verlangt frisch gebackenen Pärchen besonders viel Ausdauer ab. Da kommt die kommunikative Stärke wieder ins Spiel. Und natürlich kommt es auf die Gefühle füreinander an. Während einer Produktion ist man in einer Blase und alles wirkt schwerelos und toll. Doch der Alltag sieht anders aus und die wirkliche Beziehung beginnt ja erst, wenn man zurückkommt und diese anfängt aufzubauen. Natürlich müssen die Gefühle am Ende eben auch echt sein und die Teilnahme an so einer Show nicht dem „Fame“ geschuldet sein. Wenn man sich wirklich auf ein solches Projekt einlässt, dann kann es funktionieren.

Wie gehen Sie mit dem Promi-Status um?

Puschmann: Wenn man eine gewisse Bekanntheit erreicht hat, dann sollte man bewusst und verantwortungsvoll mit seiner Reichweite umgehen. Jeder von uns hat inzwischen seine Themen, denen wir unsere Aufmerksamkeit unter anderem schenken möchten. Wir stehen beide für mehr Akzeptanz und Toleranz und setzen uns für die Community ein. Ich habe mir zusätzlich die Schulbildung auf die Fahne geschrieben und möchte mich für einen offeneren Lehrplan in den Schulen einsetzen. Gerade dort sollte man mit der Aufklärung beginnen. Lars möchte das Thema psychische Krankheiten mehr in die Öffentlichkeit bringen und sich durch seine familiäre Geschichte gerade für die Themen Depression und Suizid einsetzen. Uns ist es wichtig, eigene Projekte und auch einzelne Auftritte zu haben. Wir sind zwar ein Paar, aber auch Individualisten.

Werden Sie oft auf der Straße angesprochen?

Tönsfeuerborn: Es kommt schon öfter vor, dass wir angesprochen werden. Man ist dennoch jedes Mal wieder überrascht. Dann wird uns immer wieder klar, wie viele Menschen doch die Sendung verfolgt haben. Wir freuen uns über jede Person, die uns in netter Form anspricht und sind dankbar.

(obr/spot)

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