Donnerstag, 13. Juni 2013 21:14 Uhr

„Oben ist es still“: Ein bewegendes Drama „mit großer Wucht“

‚Oben ist es still‘ ist die Verfilmung des gleichnamigen internationalen Bestseller-Romans von Gerbrand Bakker, der in Deutschland bei Suhrkamp verlegt wird.

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Zum ersten Mal verfasste Nanouk Leopold (Brownian Movement) das Drehbuch zu einem ihrer Filme nach einer fremden Vorlage.

Nach der Filmpremiere schrieb der Berliner ‚Tagesspiegel‘: „Der Film steht der Romanverlage an Lakonie nicht nach“, und beschrieb ihn als ein „Drama mit großer Wucht.“

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Der Hauptdarsteller Jeroen Willems, der überraschend nach den Dreharbeiten im Alter von nur 50 Jahren verstarb, spielt in ‚Oben ist es still‘ eine seiner letzten Rollen. Jeroen Willems war einer der vielseitigsten und meistbeschäftigten Schauspieler der Niederlande, aber auch in vielen deutschen Theater-, Kino- und TV-Produktionen zu sehen.

Uraufgeführt wurde die niederländisch-deutsche Koproduktion im Panorama der 63. Internationalen Berliner Filmfestspiele 2013; sie eröffnete die Reihe „Panorama Special“.

Und darum geht’s: Helmer lebt allein mit seinem alten Vater auf einem Bauernhof in Zeeland. 50 Kühe, ein paar Schafe, zwei Esel. Nach dem Tod des Bruders ist das alles an ihm hängen geblieben. Jetzt, mit Mitte fu?nfzig, fasst Helmer den Entschluss, sein eigenes Leben zu beginnen. Er bringt den Vater, der nicht sterben will, ins obere Stockwerk und richtet sich unten neu ein. Doch die ungelebten Träume wird er nicht so ohne Weiteres los.

Das Verhältnis zwischen Helmer und seinem Vater ist bitter und kalt. Zwischen ihnen entwickelt sich im Laufe der Geschichte ein gegenseitiger Respekt. Doch erst nach dem Tod ist endlich Raum für Liebe da.

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Helmer spürt eine Spannung zwischen sich und einem Milchfahrer. Einem Mann in seinem Alter, einem schönen Mann.

Helmer weiß nicht, was er fühlt, es macht ihn unruhig. Aber er muss ihn ansehen, durch den Flur der Milchkammer. Helmer weiß nicht, wie er sich dem Milchfahrer nähern soll. Er weiß nicht einmal, ob es das ist, was er tun soll. Ob eine Annäherung richtig wäre.

Und dann kommt Henk. Die gedankenlose Jugendlichkeit von Henk, der naive, offene Charakter des Jungen zwingen Helmer dazu, einen Standpunkt einzunehmen.

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Foto: Salzgeber

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