05.08.2020 19:23 Uhr

Ohne Helm zur Trauerfeier kostet Fürstin Gloria 15 Euro

Die Fürstin von Thurn und Taxis hat ein Knöllchen bekommen, weil sie ohne Helm auf ihrem E-Roller gefahren ist - und bereits bezahlt.

Foto: dpa/Armin Weigel

Zur Trauerfeier für den Papst-Bruder Georg Ratzinger war Gloria Fürstin von Thurn und Taxis demonstrativ ohne Helm auf einem chopperartigen Elektroroller vorgefahren – das hat sie 15 Euro gekostet.

Die Polizei guckte zu

Eine Sprecherin der Regensburger Polizei bestätigte am Mittwoch, dass das Verwarngeld inzwischen bezahlt sei. Zunächst hatte dies der Bayerische Rundfunk berichtet.

Die Polizei hatten der 60-Jährigen das Knöllchen zugestellt, nachdem Gloria am 8. Juli mit einem Zweirad zum Regensburg Dom gefahren kam – mit schwarzer Kleidung, Sonnenbrille und eben ohne Helm. Vor den Augen mehrerer Streifenbeamter stellte sie ihr schwarzes Gefährt damals ab.

Die Fürstin war ahnungslos

Bereits wenige Tage später hatte Gloria in einem Gespräch mit der „Mittelbayerischen Zeitung“ erklärt, dass sie „selbstverständlich“ zahlen werde. Sie habe nicht gewusst, dass sie auf ihrem E-Roller einen Helm tragen müsse. Sie müsse dann eben einmal Pizza-Essen ausfallen lassen, sagte sie zum finanziellen Verlust von 15 Euro. „Aber wir werden es verschmerzen“, betonte sie.

Georg Ratzinger wurde 96

Georg Ratzinger, der ältere Bruder des emeritierten Papstes Benedikt XVI., war am 1. Juli in Regensburg im Alter von 96 Jahren gestorben. Er hatte früher lange die Regensburger Domspatzen geleitet. Kurz vor seinem Tod hatte ihn Benedikt noch einmal völlig überraschend in Regensburg besucht.

Fürstin mit Haltung

Mariae Gloria Prinzessin von Thurn und Taxis machte 2001 in der Talkshow von Michel Friedman deutschlandweit Schlagzeilen mit dieser Äußerung: „Afrika hat Probleme nicht wegen fehlender Verhütung. Da sterben die Leute an AIDS, weil sie zu viel schnackseln. Der Schwarze schnackselt gerne.“

Im Mai 2012 sprach sie sich in der TV-Show Markus Lanz gegen Kondomautomaten an Schulen aus. Diese hätten dort ebenso wenig etwas verloren wie Zigaretten- oder „Haschischautomaten“. Auf den Launischen Einwurf, dass es doch um die Verhütung bei Teenagern gehe, antwortete sie, diese „sollen lieber Tennis spielen“.

© dpa-infocom, dpa:200805-99-53252/3

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