Mittwoch, 3. April 2019 16:32 Uhr

Oliver Mommsen: „Viele Kollegen halten mich für bescheuert“

Foto: Becher/WENN.com

Oliver Mommsen ist gerade 50 Jahre alt geworden. In diesem Alter noch mal von vorn anfangen? Für viele undenkbar. Nicht für Mommsen: Nach 18 Jahren gibt er seine Rolle als Bremer „Tatort„-Ermittler Nils Stedefreund auf. „Ich hatte das Gefühl, es reicht mir mit dieser Rolle“

Oliver Mommsen: "Viele Kollegen halten mich für bescheuert"

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„Das schlimmste Signal war, dass ich am Set dachte: ‚Ich kann es. Die Rolle beherrsche ich.‘ Vom Horizont winkte eine gefährliche Routine.“ Sein Ziel: die Komfortzone verlassen, verriet der Schauspieler im Interview mit dem Frauenmagazin „Emotion“.

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„Tickst du noch richtig, Mommsen?“

„Viele Kollegen halten mich für bescheuert“, weiß der zweifache Vater. Auch ihm kamen Zweifel, nachdem er seinen „Tatort“-Ausstiegswunsch kundgetan hatte: „Am Morgen danach gab es schon den ersten kleinen Nervenzusammenbruch bei mir: Tickst du noch richtig, Mommsen?“

Doch die Zweifel verflogen schnell. „Sabine Postel und ich haben als Ermittler-Duo die Bälle verteilt, aber die Tore haben die anderen geschossen. In den Bremer Episoden spielen die Täter oder die Opfer die Hauptrollen und stehen im Mittelpunkt. Ich habe damit kein Problem. Aber ich will selbst wieder darstellerischer Torjäger sein und zeigen, was ich kann“, so der Theater- und Filmschauspieler. Der Grund: „Ich bin eine Rampensau und will ins Licht. Ich unterhalte gern.“

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Die 50 schreckt ihn nicht. „Ich werde mit dem Alter endlich mein Sonnyboy-Image los“, freut sich Mommsen. Aber er weiß auch um den Jugendwahn seiner Branche. „Es ist mies, das Älterwerden. In meinem Beruf ist es für Frauen noch härter als für Männer. Das ist unfair. Es ist überfällig, dass Männer und Frauen auch Falten zeigen dürfen“, fordert der Wahl-Berliner.

Mommsen musste schon als Jugendlicher lernen loszulassen. Die Kraft dafür hat er in der Kindheit entwickelt. „Ich bin aufgewachsen, umhüllt von Liebe. Wir waren eine sehr körperliche Familie, zu unserem Alltag gehörte ein Meer an Umarmungen und Nähe.“

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