Oliver Pocher kritisiert TikTok: „Komplett durchsexualisiert“

Oliver Pocher
Oliver Pocher

IMAGO / Future Image

08.02.2021 18:00 Uhr

Wenn es um Oliver Pocher geht, gibt es zwei Lager: Die einen lieben ihn, die anderen hassen ihn. Mit seiner harten Kritik an diversen Influencern ist der Komiker in der Vergangenheit immer wieder in die Schlagzeilen geraten. Jetzt macht er auf ein anderes Problem aufmerksam: TikTok! Die Plattform ist seiner Meinung nach nämlich ein Schauplatz für Pädophile.

Seit Monaten unterhält Oliver Pocher (42) die Social-Media-Landschaft mit seiner Instagram-Bildschirmkontrolle. Was dahinter steckt? Er zieht Influencer, die sich seiner Meinung nach völlig daneben benehmen, durch den Kakao. Hauptsächlich geht es dabei um schlechte Werbung, Missachtung von Corona-Maßnahmen und ein verzerrtes Schönheitsideal. Viele Fans und Follower feiern den 42-Jährigen für seine lustigen Videos. Allerdings gibt es auch jede Menge Gegenwind, denn oftmals arten die Beiträge des Familienvaters in Beleidigungen und Mobbing aus. Jetzt hat der Comedian eine neue Angriffsfläche gefunden: TikTok!

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Problematische Entwicklung

So fragwürdig, wie manche Formulierungen von Oliver Pocher manchmal auch sein mögen, oftmals trifft er mit dem Kern seiner Aussagen ins Schwarze. So auch in seinem neusten Video. Der Comedian kritisiert die problematische Entwicklung von Social Media. Denn vor allem auf TikTok fällt auf: Die User werden immer jünger, immer freizügiger und immer häufiger geht der Content thematisch in Richtung Sex. Letzteres stellt an sich kein Problem dar, schließlich sind wir 2021 eine offene und lockere Gesellschaft. Wenn die Protagonisten solcher Beiträge allerdings selbst noch Kinder sind, sieht das ganz anders aus.

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Tummelplatz für Pädophilie

Was Oliver Pocher von der Plattform hält, macht er in seinem Video mehr als deutlich: „TikTok, das jüngste und geilste Medium aller Zeiten, ein Tummelplatz für Leute, die sich gerne mal pädophil austoben.“, fasst er zusammen. „Die Mädels und Jungs auf TikTok werden immer jünger und sind komplett durchsexualisiert, das ist alles total übersexualisiert. Deshalb sollte man auch wirklich gucken, wann und wie man seinen Kindern einen Account gibt“, analysiert der 42-Jährige und untermauert seine Feststellung mit einigen Beispielen.

Illegale Machenschaften?: 12-Jährige verklagt TikTok

imago images / Xinhua

16-Jährige soll Erotik-Firma vermarkten

Um den Ernst der Lage deutlich zu machen, erzählt Oliver Pocher von einer 16-jährigen Userin, die wiederholt Kooperationsanfragen von einer Erotik-Firma erhält. Dabei handelt es sich um keine Unbekannte, sondern um die kleine Schwester von Dagibee. Dass die minderjährig ist, ihr Alter in ihrem Profil sogar deutlich sichtbar angibt, scheint dem Unternehmen egal zu sein. Das ist nicht das einzige Beispiel: Ein 17-jähriger Nutzer veröffentlicht auf TikTok eine Liste mit seinen Lieblings-Pornostars und gibt seinen Followern fragwürdige Tipps, um bei Frauen dominanter rüberzukommen.

@lenimvrieU know u belong to me? original sound – dejah

Appell an Eltern

Laut Nutzerbedingungen müssen TikTok-User mindestens 13 Jahre alt sein. Oftmals tummeln sich aber auch deutlich jüngere Kinder auf der Plattform und auch Eltern, die selbst auf TikTok aktiv sind, halten ihre Kleinen in die Handy-Kamera. Besonders Letzteres hält Oliver Pocher für problematisch: „Wie dumm kann man eigentlich sein? Warum muss man sein Kind komplett durchvermarkten?“ Am Schluss seines Videos appelliert der 42-Jährige an die Eltern: „Achtet darauf, was ihr wann, wo und wie mit euren Kinder macht. Die gehören nicht ins Netz, lasst sie einfach aufwachsen.“ (AB)