Oliver Pocher: Rassismus-Streit um Kim Zarwell geht weiter

Oliver Pocher: Rassismus-Streit um Kim Zarwell geht weiter
Oliver Pocher: Rassismus-Streit um Kim Zarwell geht weiter

IMAGO / Future Image

21.03.2021 20:05 Uhr

Kim Zarwell geht aufs Ganze. Sie findet Oliver Pochers Rassismus-Vorwürfe an den Haaren herbeigezogen und leitet außerdem rechtliche Schritte ein.

Oliver Pocher (40) lässt nicht locker. Der Comedian postete heute wieder Videos von Kim Zarwell, die alles andere als ein gutes Licht auf die Influencerin werfen. Diese wehrte sich wortgewaltig. Aber ist ihre Wut gerechtfertigt?

Hitler-Lob und Rassismus

Ja, Oliver Pocher hat Kim Zarwell schon seit längerem auf dem Kieker. Er kritisierte sie dafür, den Rabattcode „KZ30“ zu verwenden (nicht okay von ihr) und machte außerdem ihre Vergangenheit als Sex-Arbeiterin – genauer gesagt als Domina – öffentlich (nicht okay von ihm).

Diese Woche ging ihr Rassismus-Streit in die nächste Runde. Konkret geht es um zwei Videos. In dem ersten pflichtet Kim einer anderen Influencerin namens Bea stark nickend bei, dass ein „kleiner Hitler Deutschland nicht schlecht tun würde“. Im zweiten Video erklärte Zarwell, dass sie gar keine Rassistin sein könnte, weil Asiaten ihr ja schließlich die Fingernägel machen würden.

Kim Zarwell wehrt sich

Klingt alles ziemlich daneben oder? Kim Zarwell fühlt sich nichtsdestotrotz unfair behandelt. In einer unendlich langen Reihe von Storys wettert sie gegen Oliver Pocher. Sie meint, dass ihre Sätze aus dem Kontext gerissen wurden und dass sie als Mutter eines Kindes mit Migrationshintergrund überhaupt gar keine Rassistin sein könne.

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Anzeige gegen ihre Hater

Die Influencerin ging sogar noch einen Schritt weiter. Die Frau stellte Anzeige gegen zahlreiche ihrer Hater im Netz, die ihr auf Instagram Hassbotschaften und Drohungen zukommen lassen.

Sie sieht aber Oliver Pocher in der Verantwortung dafür. Über seine Plattform mit über zwei Millionen Followern hätte er den Hass gegen sie verbreitet.

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Verantwortung? Fehlanzeige

Zarwell hat sicherlich Recht damit, dass viele User in den sozialen Medien sich durch Oliver Pochers „Bildschirmkontrolle“ darin bestärkt fühlen, Hassnachrichten an diverse Influencer zu schicken, bis hin zu Morddrohungen.

Aber leider stellt sich die zweifache Mutter NUR als Opfer dar. In keiner Sekunde scheint sie sich zu fragen, ob ihre Aussagen und Taten gegebenenfalls problematisch waren. Oder wie eine Userin unter ihrem Post kommentierte: „Kim, ein paar Worte an dich, wahrscheinlich bin ich danach blockiert! Du darfst solchen Menschen wie Bea keine Plattform bieten, damit hast du dir keinen Gefallen getan, wer solche Aussagen bzgl. H*tler tätigt, ist rassistisch!“

Wenn das Kind erst einmal in den Brunnen gefallen ist, gilt es Verantwortung für das Geschehene zu übernehmen. Und genau dieser Schritt bleibt leider bisher aus.