Samstag, 10. März 2018 19:32 Uhr

„Operation 12 Strong“ mit Chris Hemsworth: Western in Afghanistan

Ein moderner Western läuft seit Donnerstag in den Kinos. Donnergott Chris Hemsworth ist in „Operation: 12 Strong“ hoch zu Pferde in Afghanistan unterwegs.

"Operation 12 Strong" mit Chris Hemsworth: Western in Afghanistan

Foto: Concorde

„Operation: 12 Strong“ beginnt mit Dokumentarbildern von den Terroranschlägen auf das World Trade Center am 11. September 2001. Die USA unter der Präsidentschaft von George W. Bush entsenden kurz darauf eine kleine paramilitärische Einheit der CIA und Spezialkräfte der Armee nach Afghanistan. 12 Mann sollen es in einer streng geheimen Mission richten: Partner gegen die Taliban und al-Qaida finden.

Der Kopf der Eliteeinheit ist Mitch Nelson (Chris Hemsworth, 34, Thor-Darsteller), der jedoch sehr unerfahren ist. Aber unerfahren heißt auch, offen zu sein für ungewöhnliche Vorgehensweisen und das ist am Hindukush auch notwendig. Nicht nach Schema F, wie in der Armeeausbildung geübt wird, sondern eher Freestyle, was ganz gut zu Afghanistan passt. Die Mission ist extrem gefährlich, die 12 Männer (u.a. Michael Shannon, Michael Peña und Trevante Rhodes) sind darauf aus, Bündnispartner zu finden, die eine Nordallianz bilden sollen.

Mittendrin 12 US-Soldaten

Es geht um die Kontrollübernahme über ein riesiges Gebiet, das von den Taliban und Al-Qaida gepiesackt, schikaniert und gedemütigt wird. Es gelten grausame mittelalterliche Standards für alle Bewohner und die Strafe für Bildung oder freie Meinungsäußerung ist immer der Tod. Und mittenmang 12 US-Soldaten, die weder Paschtu noch sonst ein Sprache, außer Englisch sprechen. Die Situation ist klassisch Western: zahlenmäßig unterlegen, kulturell sehr weit auseinander, kaum Kenntnis der Gegend und eine extrem wichtige Aufgabe, die nur zu Pferd erledigt werden kann. Mehr Western geht ja gar nicht.

Nur sind die Boys extrem bewaffnet, die Gegenseite leider auch und wer ist der Bündnispartner? Jede Begegnung ist von Misstrauen geprägt, denn oft genug wird erst getrickst und dann überrumpelt. Mit der Unterstützung der Luftwaffe arbeitet sich die Mini-Bodentruppe Dorf für Dorf sowie Unterschlupf und Höhle voran. Es wird viel improvisiert, in Karten orakelt und versucht mit den richtigen Leuten zusammen zu treffen.

"Operation 12 Strong" mit Chris Hemsworth: Western in Afghanistan

Foto: Concorde

Chris Hemsworth dominiert den Film

Kapitän (Chris Hemsworth) treibt die Handlung an, seine Aktionen zeigen, was einen Anführer ausmacht. Er ist es auch, der in dem über 2 Stunden langen Spektakel im Mittelpunkt steht. „Operation: 12 Strong“ zeigt in aller Ausführlichkeit die Entbehrungen der Soldaten. Der Film spielt im Dreck, Staub, Kälte, Langweile und Anspannung durch Warten und unendliche lange Szenen zu Pferde – oder auch nicht. Schauspieler Hemsworth schultert den Film, er hat genug Starpower, um sich von den anderen Uniformträgern deutlich abzuheben. Sein Kapitän ist einer, der den Job ganz straight erledigen will und dann ab nach Hause, wo Frau und Kind warten. „Operation: 12 Strong“ beruht auf einer wahren Begebenheit, die Ausschmückungen des Drehbuchs sind verständlicherweise sehr patriotisch, aber eben auch sehr vereinfachend dargestellt.

"Operation 12 Strong" mit Chris Hemsworth: Western in Afghanistan

Foto: Concorde

Fazit: „Operation: 12 Strong“ basiert auf einer wahren Geschichte. Geradlinig, schnörkellos-direkt wird der Plot erzählt mit sehr vielen Reitszenen und Gefechtsdarstellungen. Wer das mag: bitte sehr! (Katrin Wessel)

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