Mittwoch, 7. August 2019 21:35 Uhr

Ordinäres „Paradise Hotel“: Kritiker sind entsetzt – die Reaktionen

Vanessa, Nessa, Jacqueline und Miriam (v.l.) bestürmen Mario. Foto: TVNOW

Die neue, mit viel Pomp angekündigte Kuppelshow „Paradise Hotel“ fliegt RTL an Tag 1 nach der Ausstrahlung um die Ohren. Kritiker sind entsetzt über die Sendereihe, die fortwährend männliches Gebalze und weibliche Hinterteile in den Vordergrund rückt. Das Ganze kommt daher wie „Temptation Island“ – nur deutlich versexter. Hier die mediale Bilanz nach der ersten Folge.

Miriam Foto: TVNOW / Frank Fastner

oben: Nessa, Kevin, Germain. Mittlere Reihe: Mario, Vanessa, Miriam, Jacqueline, Linda, Stephanie, Salvatore. Unten links: Aaron. Foto: TVNOW / Frank Fastner

Allen voran die geschätzte TV-Scharfrichterin Anja Rützel vom ‚Spiegel‘. Sie schreibt: „Singles, die permanent Willigkeitserklärungen abgeben, werden in eine Unterkunft an fernen Gestaden verfrachtet und müssen sich immer wieder neu verpaaren, idealerweise auch im körperlichen Sinn, um nicht rauszufliegen, ständig wird neues Menschenmaterial nachgeschossen. (…) ‚Paradise Hotel‚ ist dabei tatsächlich noch ordinärer, noch greller, noch verzweifelter geraten, ein Keller unter dem Keller, man staunt, was statisch alles möglich ist.“

Sexuelle Belästigung als TV-Unterhaltung

An anderer Stelle heißt es: „… Blitzschnell wird klar: Sie flirtete zuvor mit ihm, aber sie will gerade keinen Sex, sie sagt das klarestmöglich, es gibt keinen Interpretationsspielraum. Was dann folgt, sind die unangenehmsten Momente, die man seit Langem im Trash-TV sah (und ja, da sind die Wendler-Laura-Fummelplots aus dem ‚Sommerhaus der Stars‘ schon eingerechnet): sexuelle Belästigung, aber als Fernsehunterhaltung.“

Ordinäres "Paradise Hotel": Kritiker sind entsetzt - die Reaktionen

Hinter den Kulissen bei „Paradise Hotel“. Foto: TVNOW / Frank Fastner

Sexistisch und frauenverachtend?

„So widerlich war TV noch nie“, titelt ‚Der Westen‘ und schreibt: „Singles werden in ein Hotel gekarrt, und dann wird lustig geflirtet, gespielt – und was RTL will – auch geschnakselt. Am Ende gibt es dann die große Liebe oder halt 20.000 Euro.“ (…) „Da dürfen die sechs Damen ihre Schlafwäsche aus dem Koffer kramen, öffentlich präsentieren und schließlich den Männern zum Fraß vorwerfen.“

 

„Die erste Folge des Formats ist sexistisch und frauenverachtend und übertrifft alles, was ich bisher an Reality-Shows gesehen habe – und glaubt mir, das war einiges.“, heißt es bei ‚Watson.de‘.

‚Quotenmeter.de‘ schreibt: „Der Höhepunkt des Fremdschämens ist erreicht, als Kandidat Aaron denkbar unbeholfen versucht, eine der Kandidatinnen abends im Bett aufzureißen.“ (…) „Zweifellos gehört die Sendung selbst im Trash-TV-Universum eher zu den niveauloseren Formaten – und wirkt trotz der traumhaften Kulisse insgesamt nicht so hochwertig wie vergleichbare Formate bei RTL. Es ist also nicht nur ein Kampf um Geld und Liebe, sondern auch einer um Aufmerksamkeit, den „Paradise Hotel“ in den nächsten Wochen führen muss.“

Ordinäres "Paradise Hotel": Kritiker sind entsetzt - die Reaktionen

Vanessa, Nessa, Jacqueline und Miriam (v.l.) bestürmen Mario. Foto: TVNOW

„Ein eigenartiges Faible für das weibliche Hinterteil“

Die Bilanz von ‚Web.de‘: „Mit seiner neuen Show ‚Paradise Hotel‘ (…) reduziert der Sender das Dating-Konzept nun auf das Allersimpelste: Sex. Dabei entwickelt die Show ein eigenartiges Faible für das weibliche Hinterteil.“ Weiter heißt es: „Mit Sprüchen wie „Sex im Paradise Hotel ist für mich überhaupt gar kein Problem. Schamgefühl hab‘ ich nicht“ oder „Wenn ich erstmal einen Mann vor der Flinte hab‘, dann will ich auch seine Flinte“ zeigen die Kandidatinnen und Kandidaten in Folge eins, dass sie nicht vorhaben, die Dummdussel-Fernsehen-Tradition mit allzu viel Niveau zu brechen.“

Ordinäres "Paradise Hotel": Kritiker sind entsetzt - die Reaktionen

Elyas flirtet heftig mit Jacqueline. Foto: TVNOW

Das könnte Euch auch interessieren

OK

Hinweis: Durch Nutzung von klatsch-tratsch.de stimmen Sie der Verwendung von Cookies für Analysezwecke, personalisierte Inhalte und Werbung zu. Mehr erfahren