06.09.2020 22:00 Uhr

Ozzy Osbourne wollte seine Frau Sharon umbringen

Viele langjährige Paare feiern einfach glücklich und romantisch ihren Hochzeitstag, Sharon und Ozzy Osbourne feiern stattdessen ihr Überleben während der Ehe.

Foto: imago images / Zuma Press

In einem neuen US-Dokumentarfilm erleben die beiden noch einmal die Zeit, als Ozzy 1989 versuchte, seine Frau zu töten während er vollgepumpt mit Drogen war.

„Es war nicht mein Ehemann“

Sharon spricht in dem Film auf emotionale Weise über ihre Nahtoderfahrung vor 31 Jahren: „Ich legte die Kinder ins Bett, nachdem sie gebadet worden waren – wir hatten damals ein Kindermädchen im Haus – und setzte mich zum Lesen. Dann kam er ins Zimmer. Ich hatte keine Ahnung, wer mir gegenüber auf dem Sofa saß, aber es war nicht mein Ehemann. Es gibt einen Moment, an dem er diesen Ausdruck in seinen Augen bekommt. Er macht dann komplett zu und ich konnte einfach nicht zu ihm durchdringen. Er sagte nur: ‚Wir haben die Entscheidung getroffen, dass du sterben musst.'“

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Sie drückte den Panikknopf

Sie erzählte weiter: „Er war ruhig – sehr ruhig – dann stürzte er sich plötzlich auf mich und schlug einfach auf mich ein und fing an mich zu würgen. Er rang mich zu Boden und ich fühlte nach Sachen auf dem Tisch. Ich ertastete den Panikknopf und drückte ihn einfach und als nächstes wusste ich nur noch, dass die Bullen da waren“.

Der Vorfall ereignete sich, als das Paar, das drei gemeinsame Kinder hat, in Buckinghamshire lebte. Die 67-Jährige erzählte: „Ich konnte nur an die Kinder denken. Ich dachte: ‚Ich verlasse meine Kinder auf keinen Fall‘. Es war wahrscheinlich die größte Angst, die ich je hatte.“

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Wegen versuchten Mordes verhaftet

Ozzy spricht in der Doku, die in den USA auf dem „A & E“-Kanal ausgestrahlt wird, ebenfalls über die Zeit, besteht aber darauf, dass Situation für ihn noch mal ganz anders war.

Der 71-jährige Sänger erzählte: „Ich fühlte mich so ruhig wie nie zuvor in meinem Leben. Ich war nur friedlich. Ja, es gehört nicht gerade meinen größten Momenten.“ Er fuhr fort: „Ich erinnere mich nur daran, im Gefängnis aufgewacht zu sein und fragte den Polizisten: ‚Warum bin ich hier?‘ Er antwortete: ‚Soll ich dir deine Anklage vorlesen?‘ Also las er vor: ‚John Michael Osbourne. Sie wurden wegen versuchten Mordes verhaftet.‘

Unglaublicherweise gibt Sharon in dem Film auch zu, dass sie, obwohl sie kurz davor war, sich von ihm scheiden zu lassen, dann doch für immer bei Ozzy bleiben wollte, um der Kinder willen. Sie sagte: „Gott sei Dank hat ihn der Richter sechs Monate lang eingesperrt. Ich hatte Zeit, wirklich darüber nachzudenken, wie es weitergehen sollte. Ich sagte zu ihm: ‚Ich will das Geld nicht, aber wenn du das noch einmal machst, werde ich dich entweder töten oder du wirst mich töten. Und willst du das für die Kinder?’”

Antidepressiva „wirken Wunder“

Glücklicherweise hat das Paar es geschafft, den Vorfall zusammen mit vielen anderen zu überwinden und lebt jetzt glücklich in LA. Ozzy sprach kürzlich auch über den Umgang mit seiner Depression während der Corona-Pandemie. „Wenn ich alleine in einem Raum bin, ist es ein schlechter Ort. Unsere Köpfe sind in Zeiten wie diesen unsere schlimmsten Feinde, weil die Menschen eingesperrt sind und sich Sorgen um diesen Virus machen“.

Er fügte hinzu: „Du musst dich entladen, denn wenn du das nicht tust, wirst du depressiv. Mein Therapeut schlug vor, wieder zu meditieren. Und ich bin auf diesem neuen Antidepressivum, das Wunder wirkt.“

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