Freitag, 13. August 2010 13:14 Uhr

PETA an Boris Becker: Stierkampfarena ist kein Centre Court

Marbella / Gerlingen. Nur eine Woche nach der historischen Abstimmung für ein Stierkampfverbot in Katalonien wurden Boris und Lilly Becker im spanischen Marbella im Publikum eines Stierkampfs erwischt. Die beiden sahen zu, wie ein harmloses Tier grausam zu Tode gequält wurde. Dieser Auftritt des prominenten Ehepaares ist ein Schock für alle Tierfreunde, so die Tierrechtsorganisation PETA Deutschland e. V. Damit würde sich das ehemalige Tennis-As selbst ins Aus schießen. Für PETA sind die Beckers jetzt nach eigenen Angaben „ein rotes Tuch“. „Wer Freude dabei empfindet, diesem zutiefst erniedrigenden Spektakel zuzuschauen, und die Stierkampf-Lobby mit seinem Eintrittsgeld unterstützt, hat kein Herz,“ urteilt Kampagnenleiterin Tanja Wiemann. „Darüber hinaus ist Boris Becker so auch kein Vorbild mehr für seine Kinder!“

Der Stierkampf in Spanien wird derzeit heiß diskutiert. Katalonien ist bereits die zweite spanische Region, die Stierkampf aus ihren Arenen verbannt hat. Auf den kanarischen Inseln ist diese Form der Tierquälerei schon seit 1991 verboten. Mehr als 40.000 Stiere kommen jährlich bei den inszenierten Kämpfen ums Leben. Doch in der spanischen Bevölkerung sinkt die Unterstützung: Über 70 Prozent der Spanier lehnen das grausame Spektakel heute ab – eine Steigerung von über 50 Prozent seit den 1980er Jahren. In der französischen Bevölkerung beziehen sogar 80 Prozent der Befragten Stellung gegen die Stierkämpfe. „Tiere für Unterhaltungszwecke zu quälen ist eine Praktik aus dem finsteren Mittelalter”, sagt Wiemann. „Wenn sich Spanien zum modernen Europa zählen will, muss es die beschämenden Stierkämpfe ein für alle Mal beenden.“ (CoverMedia)

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